Fußball: Westfalenliga
Viele Chancen, wenig Tore: Der TuS Hiltrup ringt den TuS Tengern nieder

Münster -

Nicht nur der grüne Untergrund hat dem TuS Hiltrup am Sonntag das Leben schwer gemacht. Ein wenig muss sich der Westfalenligist auch an die eigene Nase fassen, dass der Erfolg gegen Schlusslicht TuS Tengern mit 2:1 nur knapp ausfiel. Denn die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig.

Sonntag, 20.10.2019, 19:48 Uhr aktualisiert: 21.10.2019, 18:34 Uhr
Kampf ist Trumpf: Der Hiltruper Christoph Blesz (r.) bearbeitet im TuS-Duell Nico Gerfen. Am Ende gewann der TuS aus Münster gegen das Schlusslicht aus Tengern 2:1.
Kampf ist Trumpf: Der Hiltruper Christoph Blesz (r.) bearbeitet im TuS-Duell Nico Gerfen. Am Ende gewann der TuS aus Münster gegen das Schlusslicht aus Tengern 2:1. Foto: fotoideen.com

Ein Geläuf – zum Weglaufen. Das heißt, so einfach war das auch wieder nicht. Diese schmerzliche Erfahrung musste Sebastian Weber, der Mann an der Seitenlinie, in der zweiten Halbzeit machen, als er zunächst bei einem Bremsversuch auf dem Hosenboden landete. Weil aber exakt in diesem Moment der TuS Hiltrup einen verheißungsvollen Konter fuhr, galt es für den Assistenten mit der Fahne in der Hand wieder Fahrt aufzunehmen. Dieser Versuch führte zunächst ins Leere, weil er einfach nicht vom seifigen Boden wegkam und erst verspätet und Dreck aufspritzend in Richtung Grundlinie spurten konnte. Nur eine Randnotiz, sicher, aber eine vergnügliche.

Und die brauchten die Besucher der Westfalenliga-Partie zwischen den Hiltrupern und dem TuS Tengern , denn fußballerische Glanzlichter waren bei den miesen äußeren Bedingungen auch wirklich nicht zu erwarten. Immerhin haben die Gastgeber ihre Pflicht erfüllt und einen letztlich verdienten, aber arbeitsintensiven 2:1 (0:1)-Sieg über das Schlusslicht gefeiert. Warum sie aber die Partie nicht auf dem bestens bespielbaren Kunstrasen ausgetragen haben, darauf konnte niemand so recht eine Antwort geben. TuS-Trainer Christian Hebbeler : „Der Rasenplatz war freigegeben, deshalb haben wir auch dort gespielt.“

„Das hätte heute zweistellig ausgehen können“, waren sich zwei eingefleischte TuS-Fans nach dem Abpfiff sicher. Sie hatten längst aufgehört, alle ungenutzten Großchancen der Gastgeber mit einem bissigen Kommentar zu begleiten. Und auch auf der TuS-Bank wurde der Statistikzettel nicht mehr weitergeführt, als nacheinander die komplette Angriffsabteilung Chance um Chance versiebte.

Daniel Mladenovic hatte früh das 1:0 auf dem Fuß, traf aber völlig allein vor dem Tor nur den Pfosten. Auch Steffen Menke, Luca de Angelis, Manuel Beyer und Christoph Blesz machten es in der Folge nicht besser. Umso schlimmer, dass der TuS Tengern nach 38 Minuten durch Alexander Knicker in Führung ging.

Aber die Hiltruper können sich in dieser Saison wohl auf ihre zweite Halbzeit verlassen. Da drehten sie durch Mladenovic (52.) und Beyer (68.) die Partie. „Für uns war sicher mehr drin. Dennoch muss ich meiner Truppe ein großes Kompliment für die tolle Einstellung machen“, freute sich Hebbeler.

TuS: Böcker – Blesz, Leenemann, Herbermann (59. Lambert), Finkelmann (76. Schulte) – Massmann (60. Fromme), Beyer – Mladenovic, Menke, Hammami (84. Krieger) – de Angelis

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