Fußball: Tribünengespräch
Benjamin Heeke fliegt nach dem Abpfiff

Münster -

0:4 in Theesen verloren. Der 1. FC Gievenbeck reiste unverrichteter Dinge aus Ostwestfalen heim. Nur nicht Trainer Benjamin Heeke. Der machte einen Abflug nach Sri Lanka.

Montag, 21.10.2019, 19:18 Uhr
Machte nach der 0:4-Packung in Theesen gleich einen Abflug: Benjamin Heeke (r.). Allerdings nicht von der Trainerbank des FCG, sondern in Richtung Sri Lanka.
Machte nach der 0:4-Packung in Theesen gleich einen Abflug: Benjamin Heeke (r.). Allerdings nicht von der Trainerbank des FCG, sondern in Richtung Sri Lanka. Foto: Johannes Oetz

Ab November beginnen die Fußballspiele im Amateurbereich wieder früher. Der Zeitumstellung und der früheren Dunkelheit wegen. Für etwas Verwirrung sorgte aber bereits am Sonntag der Spielbeginn der Westfalenliga-Partie zwischen dem VfL Theesen und dem 1. FC Gievenbeck . Der Anpfiff um 14 Uhr war jedoch kein Versehen, vielmehr eine nette Geste der Ostwestfalen. Insbesondere an die Adresse von Benjamin Heeke . „Ich bin der Grund“, grinste der Coach des Oberliga-Absteigers auf Nachfrage. Die so gewonnene Zeit ermöglichte Heeke eine stressfreie und rechtzeitige Anreise nach Düsseldorf, um dort in den Flieger nach Sri Lanka zu klettern. Urlaub mitten in der Saison? – „Ich bin seit 19 Jahren Trainer in Gievenbeck, sechs Jahre der der ersten Mannschaft. Ich habe noch nie gefehlt. Jetzt guck ich mal, ob es funktioniert. Spieler machen das ja schon mal öfter“, lieferte der Coach die Erklärung. Ein Spiel verpasst er nicht. Am kommenden Wochenende ist der FCG wegen der ungeraden Anzahl der Teams spielfrei, erst am 3. November geht es gegen Borussia Emsdetten weiter. Einen Tag nach seiner Rückkehr aus der Sonne. Damit der Tabellenelfte dann wieder Erwärmendes auf dem Platz abliefert, setzt er auf seine Assistenten. „Dafür hat man doch auch einen Co-Trainer. Wir haben mit Stefan Bischoff und Rashid Hassanzadeh-Ashrafi sogar gleich zwei“, ergänzt und erklärt Heeke.

Erholung war am Wochenende auch in Roxel angesagt – kollektiv. Bereits am Freitag hatte der BSV mit dem 1:0 gegen den SC Altenrheine vorgelegt. Durchaus mit einem hohen Preis, mussten mit Endrit Sojeva und Patrick Gockel zwei Spieler beim Landesligisten schwer verletzt ausgewechselt werden: Bei Sojeva befürchtete Trainer Sebastian Hänsel einen Fersenbruch, bei Gockel einen Außenbandriss. Zumindest bei Sojeva gab es am Montag etwas Entwarnung. „Es ist kein Fersenbruch, aber er hat höllische Schmerzen“, verriet er Coach. Ein MRT soll in den nächsten Tagen genauen Aufschluss über das Ausmaß der Verletzung geben. Was auch für eine gehaltene Aufnahme bei Gockel gilt. Die Schwellung des Knöchels ließ bislang noch keine genaue Untersuchung zu.

Nichts mit der Wohlfühl-Atmosphäre war es am Sonntag im Bereich der Großen Wiese und beim Ligakonkurrenten Kinderhaus. Ausgerechnet gegen den Aufsteiger aus Deuten kassierte die Westfalia mit 2:3 die dritte Saison- und auch Heimniederlage. Nun eben gegen die bis zur Partie in Münsters Norden schlechteste Auswärtsmannschaft. Was Marcel Pielage ganz anders bewertete. „Das war einer der besseren Gegner. Ohnehin hatten wir zu Hause gute Gegner. Auch wenn jedes Spiel anders zu bewerten ist.“ Der Westfalia-Coach gestand aber auch: „Wir hatten uns mehr erhofft.“

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