Fußball: Landesliga
Enttäuschung auf beiden Seiten – BSV Roxel trennt sich 1:1 von Viktoria Heiden

Münster -

Der BSV Roxel hatte sich für das Duell mit Viktoria Heiden einen Sieg auf die Fahnen geschrieben. Nach 90 Minuten reichte es nur zu einem 1:1. Kein Wunder, dass Frust geschoben wurde.

Sonntag, 27.10.2019, 20:45 Uhr aktualisiert: 28.10.2019, 14:42 Uhr
Rudelbildung: Roxels Sandro Pietsch (Mitte) versucht seinen Teamkollegen Nawid Nesar (links) und Simon Brun zu trennen.
Rudelbildung: Roxels Sandro Pietsch (Mitte) versucht seinen Teamkollegen Nawid Nesar (links) und Simon Brun zu trennen. Foto: Peter Leßmann

Die Gefühlslage der Roxeler Spieler war nach dem Abpfiff eher mies. Nur 1:1 (1:1) gegen Viktoria Heiden , da hatte sich der Landesligafünfte gegen den -zehnten wahrlich mehr ausgerechnet. Aber im Rückblick nur auf die erste Halbzeit, da relativierte sich das Bild schon ein wenig. Denn zur Pause hätte der Gast deutlich führen müssen, hätten da nicht Pfosten, Latte und eigenes Unvermögen im Wege gestanden.

„Wir haben im ersten Abschnitt nicht das umgesetzt, was ich der Mannschaft mit auf den Weg gegeben habe“, ärgerte sich Trainer Sebastian Hänsel nach dem Abpfiff. „Wir waren im Spiel nach vorn zu langsam, hatten keine Ideen im Mittelfeld, haben auch nicht geschlossen verteidigt.“ Ja, die Roxeler mussten vor dem Pausentee in erster Linie reagieren, als dass sie eigene Aktionen hinbekamen. Und sie konnten froh sein, dass sich der Gast in Sachen Chancenverwertung ausgesprochen großzügig zeigte.

In der 20. Minute unterlief Roxels Keeper Christoph Hunnewinkel eine Ecke von Malte Gremme, so dass Timo Gremme ungehindert einköpfen konnte. Wenig später hatte der Schlussmann Glück, als er zu weit vor dem Tor stand, aber der Heber von Bernd Oenning flog neben das Tor. Danach Lattenkopfball von Leon Harke, erneut nach einem Eckball. Nach einem Pfostenschuss von Oenning war Markus Seyer zur Stelle, aber der Abseitspfiff stoppte den Torjubel. Und dass man aus drei Metern frei vor dem Tor durchaus nicht treffen kann, bewies kurz danach Benedikt Hussmann. Aber der Mann kann sich trösten, das ist auch schon gestandenen Nationalspielern passiert. „Puh, das hätte längst die Entscheidung sein können“, atmete ein BSV-Anhänger deutlich auf, als diese Drangperiode mehr oder minder schadlos überstanden war.

Es soll nicht verschwiegen werden, dass auch Roxel nicht tatenlos geblieben war. Thomas Kroker zeigte frei vor dem Tor Nerven, und Daniel Lahav hatte sein Kopfballtor aus dem Abseits erzielt. Wie schön für die Roten, dass Dominik Wessels nach 42 Minuten der Ausgleich gelang. „Verdient ist das nicht“, hieß es draußen.

Nach dem Wechsel erlebten die Besucher die andere Seite des Fußballs. Es wurde härter, unfairer, hektischer. Zehn Gelbe Karten, Gelb-Rot für Heidens Simon Brun, etliche Rudelbildungen, zahlreiche Fouls und genauso viele schauspielerische Einlagen vermeintlich schwer verletzter Spieler. In numerischer Überzahl erhöhte Roxel den Druck, während Heiden sich irgendwie über die Zeit retten wollte.

Richtig brenzlig wurde es dann nicht mehr. Roxel warf zwar alles in die Waagschale, blieb dabei aber immer sehr berechenbar. Großchancen: keine. Fazit des Trainers: „Wir wollten gewinnen, keine Frage. Jetzt nehmen wir halt den Punkt mit.“

Roxel: Hunnewinkel – Mennemeyer, Wesberg (90. Saerbeck), Lahav – Kröker (61. Hajizadah), Niesing (55. Seidel), Wessels, Pietsch – Nesar, Kottenstede, Shinawi

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