Fußball: Tribünengeflüster
BW Aasee II verpasst die Sensation um wenige Sekunden

Münster -

Sie hatten keine Chance, aber sie nutzten sie – fast. Bis zur 90. Minute wehrte sich Blau-Weiß Aasee II nach Kräften. Nicht gegen irgendeinen Gegner. Das Schlusslicht traf auf den Tabellenführer SV Bösensell. Und der hatte dann doch das bessere Ende für sich. Aber auch die Blau-Weißen denken positiv.

Montag, 28.10.2019, 17:16 Uhr aktualisiert: 29.10.2019, 12:57 Uhr
Hoffnung am Aasee: Über den Führungstreffer des Schlusslichts gegen den SV Bösensell freuen sich (von links) Leon Henning, Manuel Stricker, Sebastian Georgi, Torschütze Nadeem Rabe und Mo Abu Yunis sowie Jonas Röckinghausen (hinten).
Hoffnung am Aasee: Über den Führungstreffer des Schlusslichts gegen den SV Bösensell freuen sich (von links) Leon Henning, Manuel Stricker, Sebastian Georgi, Torschütze Nadeem Rabe und Mo Abu Yunis sowie Jonas Röckinghausen (hinten). Foto: Johannes Oetz

Von wegen klare Sache. Oder gar nur eine Frage der Höhe. Auch wenn der Tabellenletzte SV BW Aasee II gegen den Tabellenführer der A 2, den SV Bösensell, antreten muste. Und der wankte lange, fiel aber nicht. Leider, aus Sicht der Blau-Weißen. Und extrem unglücklich.

Es war die letzte Minute jeder Spielhälfte, die eine Sensation verhinderte. Zunächst glich Mirko Lips in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs die 1:0-Führung von Nadeem Rabe (42.) aus. Till Leifken traf in Minute 90 zum 2:1-Endstand für Bösensell – und das Schlusslicht ins Herz.

Das aber schüttelte sich und war schon am Tag danach im Angriffsmodus. „Wir ziehen daraus ganz, ganz viel Mut. Wir haben auch vor dem Spiel nicht über die Höhe diskutiert, waren vielmehr überzeugt davon, was wir können“, sagt Björn Hartmann . Wenn sein Team 100 Prozent abrufen würde, so wie gegen den haushohen Favoriten, sei es konkurrenzfähig. „Nur müssen wir das jetzt gegen Schapdetten und Rinkerode auch tun. Das ist die Herausforderung. Denn das sind die wirklich wichtigen Spiele“, blickt der Trainer nach vorne.

Nachwirkungen befürchtet er nicht. „So ist das halt, wenn du unten stehst. So etwas muss man dann hinnehmen“, so Hartmann.

Nicht nur ob der Vorstellung gegen den SV Bösensell, für die es vom Gegner und den Beobachtern viel Lob gab, überwiegt die Hoffnung. „Wir haben jetzt unseren Plan gefunden, um eine Chance auf die Punkte zu haben“, sagt Hartmann. Auch ein Mittel, um mit der typischen Aasee-Krankheit klar zu kommen. Dem Umstand, dass ständig Spieler fehlen. Dennoch ist die Bezirksliga-Zweite alles andere als ungefährlich. 18 erzielte Treffer sind vom Ligatiefstwert weit entfernt.

Einen Topwert liefert seit Wochen der SC Münster 08 II. Wochenlang spult der andere Tabellenführer, der der Staffel A1, sein Programm herunter. Eilte zehn Partien von Sieg zu Sieg. Eine Woche nach dem 2:2-Stolperer – die ersten und bislang einzigen Punkteinbußen – soll es ähnlich weitergehen. Beim 1:4 beim FC Münster 05 lagen die Kanal-Kicker allerdings zunächst im Hintertreffen, können aber wohl auch Rückstand. Denn Fabian Stiller und Gunnar Weber, der gleich dreifach traf, wendeten das Blatt. „Es war auch bis zur Halbzeit und beim 0:1 ein gutes Spiel. Wir haben nur die fünf Hundertprozentigen nicht gemacht. Nach der Pause stimmte aber auch die Ausbeute und die Qualität“, reagierte Julian Wiedenhöft, der den Tabellenführer gemeinsam mit Alex Otte coacht, entspannt. Nach dem vor einer Woche die Siegesserie gerissen ist, möchten Trainergespann und Mannschaft ungeschlagen bleiben. Gerne bis zum Saisonende. Doch Wiedenhöft weiß: „Es wäre vermessen, davon auszugehen. Versuchen werden wir es aber.“ Auch am Sonntag wenn der Tabellenzweite GW Gelmer kommt – zum Topspiel.

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