Volleyball: Bundesliga Frauen
Wiederholung des USC-Debakels gegen Potsdam nicht erwünscht

Münster -

Das 0:3 gegen den SC Potsdam war ein großes Debakel für den USC Münster. Kapitänin Barbara Wezorke berief nach der Schmach im Pokal-Achtelfinale sofort einen Teamsitzung ein. Denn klar war allen: So kann und so darf es nicht weitergehen. Schließlich hat das Team in der Meisterschaft noch größere Ziele.

Montag, 04.11.2019, 14:09 Uhr aktualisiert: 05.11.2019, 17:14 Uhr
Wenn Blicke Bände sprechen: In diesem Angriffsball von Luisa Keller steckt eine große Portion Frust.
Wenn Blicke Bände sprechen: In diesem Angriffsball von Luisa Keller steckt eine große Portion Frust. Foto: Jürgen Peperhowe

Dritter Satz, 9:21 – Auszeit USC Münster . Längst war klar, dass es keine Wende mehr geben würde im Achtelfinale des DVV-Pokals, der Gastgeber steuerte gegen den SC Potsdam auf eine herbe Niederlage zu. Für einige Sekunden herrschte Totenstille in der Halle Berg Fidel, ehe in der letzten Spielunterbrechung Musik einsetzte und der am Sonntag um seinen Job nicht zu beneidende Hallensprecher Kristian Klement noch einmal die Unterstützung für das Team einforderte. Doch sowohl ihm als auch den 987 Zuschauern war da längst bewusst, dass das 0:3 und damit das Ausscheiden nicht mehr abzuwenden war. Viel schlimmer allerdings war der blutleere Auftritt des USC im dritten Abschnitt, in dem sich Münster noch gerade so in den zweistelligen Bereich rettete. Es herrschte akuter Redebedarf angesichts der viel zu früh hängenden Köpfe und der negativen Körpersprache.

Einzig die Anfangsphase bis zum 19:19 durfte man noch in die Kategorie „ansprechend“ einordnen, danach kam das USC-System teilweise völlig zum Erliegen. Potsdam um die starken Angreiferinnen Brittany Abercrombie und Antonia Stautz musste noch nicht einmal sein ohnehin großes Potenzial abrufen, die Unabhängigen machten es dem Gast aus Brandenburg in den Abschnitten zwei und drei viel zu leicht. Fast ohne Gegenwehr ergaben sich die Grün-Weißen, ein ungewöhnliches Bild der ansonsten so kampfstarken USC-Truppe. Von einer gewissen und schon früh auftretenden „Frustration“ hatte Münsters Angreiferin Liza Kastrup gesprochen, Trainer Teun Buijs vermisste bei seinen Schützlingen „die mentale Stärke“, um zurück ins Spiel zu kehren oder sich zumindest kämpferisch ordentlich zu präsentieren.

Und so beraumte Kapitänin Barbara Wezorke direkt nach den ernüchternden 69 Minuten eine Teamsitzung an, in der klare Worte fielen. Tenor: „Wir haben uns gründlich ausgesprochen und erkannt, dass wir mehr Leidenschaft und Emotion ins Spiel bringen müssen.“ Wiederholung unerwünscht, so etwas soll und darf nicht wieder passieren.

Zwei Tage haben die USC-Spielerinnen Zeit, sich Gedanken über den Auftritt zu machen, erst am Mittwoch trifft sich die Mannschaft zum Training und zur Vorbereitung auf die Bundesliga-Partie am Sonntag (14.30 Uhr) gegen die Roten Raben Vilsbiburg. Nicht nur mit Blick auf die Ausgangslage für die Playoffs eine wichtige Begegnung.

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