Tennis: Ü-35-WM
Kruses nächste goldene Party mit zwei Titeln in Miami

Münster -

Zwei weitere Altersklassen-Weltmeistertitel feierte Manon Kruse vom TC Union Münster in Miami. Insgesamt kommt sie damit auf sechs Erfolge, im vergangenen hatte sie sogar dreimal triumphiert. Die Wiederholung dessen blieb ihr nur knapp verwehrt.

Dienstag, 05.11.2019, 18:10 Uhr
Manon Kruse (2.v.l.) gewann mit Corina Scholten (l.), Steffi Bachofer und Christine Kraupa (r.) den Team-Titel bei der Ü-35-WM.
Manon Kruse (2.v.l.) gewann mit Corina Scholten (l.), Steffi Bachofer und Christine Kraupa (r.) den Team-Titel bei der Ü-35-WM. Foto: DTB

Viermal Gold, dreimal Bronze – das war die Ausbeute von Manon Kruse bei zuvor drei Ü-35-Weltmeisterschaften. Seit dem vergangenen Wochenende hat sich ihre stolze Edelmetall-Sammlung auf zehn erhöht, die Tennisspielerin des Zweitligisten TC Union Münster darf sich seit den Titelkämpfen in Miami nun sechsfache Weltmeisterin nennen, zudem gab es ein viertes Mal Bronze. Ein herausragendes Ergebnis, mit dem sie nahtlos an ihren einmaligen, weil dreifach goldenen Triumphzug von 2018 anknüpfte.

Den Anfang der Florida-Festspiele machte der Team-Wettbewerb, in dem Kruse und ihre Mannschaftskolleginnen Steffi Bachofer , Corina Scholten und Christine Kraupa das Maß aller Dinge waren. In der Gruppe A fertigte Deutschland die Türkei und Südafrika völlig problemlos ab, nur acht Spiele gab das Team in acht Matches ab. Ähnlich beeindruckend lief das Halbfinale gegen Russland, das nach Einzelsiegen von Bachofer und Kruse vorzeitig entschieden war.

Etwas kribbeliger dagegen wurde es im Finale gegen die Niederlande, in dem Bachofer beim 6:1, 0:6, 6:3 gegen Andrea van den Hurk einen Satz verlor. Souverän löste dagegen Kruse ihre Aufgabe, die 39-Jährige ließ Olga Kalyuzhnaya beim 6:2, 6:1 keine Chance.

Die Titelverteidigung war geglückt, allerdings blieb es die einzige. Im Einzel war für die Unionerin nach drei Zwei-Satz-Erfolgen in der Vorschlussrunde gegen die Amerikanerin Anda Perianu beim 2:6, 6:3, 2:6 Schluss. „Das wird richtig schwer“, hatte Kruse schon vor der Neuauflage des 2018er-Halbfinals geahnt. Bronze aber war mehr als nur ein Trostpflaster, zumal Bachofer im Endspiel Perianu 7:5, 6:4 bezwang und damit die Nachfolge von Kruse als dreifache Weltmeisterin antrat.

Denn im Doppel gewannen Kruse/Bachofer den Titel. Zwei klaren Siegen folgte das 7:6 (7:5), 6:4 gegen Perianu/Smashey im Halbfinale sowie das 6:3, 6:3 gegen das slowakische Duo Silvia Chuda/Patricia Rogulski. Einzig bei ihrem Start im Mixed blieb Kruse ohne Edelmetall, auch weil ihr niederländischer Partner Romano Franzen angeschlagen war und so im Viertelfinale beim 4:6, 3:6 gegen die topgelisteten Liina Suurvaik (Estland)/Andriy Baidikov (Ukraine) nicht 100 Prozent abrufen konnte. „Das war schade“, sagte Kruse, die dennoch ihren vierwöchigen USA-Trip glücklich, zufrieden und stolz abschloss. Schließlich wurde sie so ganz nebenbei vor der WM an der Middle Tennessee State University, für die sie von 2000 bis 2004 spielte, in die Hall of Fame aufgenommen.

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