Basketball: 2. Liga Pro B
WWU Baskets wollen in Iserlohn Neustart erzwingen

Münster -

Zuletzt ging es für die WWU Baskets mal ausnahmsweise eher ab- statt aufwärts in der 2. Liga Pro B. Nun treffen sie am Samstagabend auf einen Nachbarn in der Nordstaffel. Bei den Iserlohn Kangaroos benötigt der Meister der Vorsaison mal wieder einen Sieg – auch wenn die personelle Knappheit bestehen bleibt.

Freitag, 08.11.2019, 16:04 Uhr aktualisiert: 08.11.2019, 18:43 Uhr
Der Plan steht: Mit alter Defensivstärke und Kampfgeist wollen Trainer Philipp Kappenstein und Malcolm Delpeche bei den Iserlohn Kangaroos bestehen.
Der Plan steht: Mit alter Defensivstärke und Kampfgeist wollen Trainer Philipp Kappenstein und Malcolm Delpeche bei den Iserlohn Kangaroos bestehen. Foto: Jürgen Peperhowe

Es hat ein wenig geraucht bei den WWU Baskets Münster , nach der Niederlage bei den Dresden Titans am vergangenen Sonntag machte Trainer Philipp Kappenstein seinem Unmut Luft. Die Einstellung, das bedingungslose Verteidigen und den letzten Einsatz vermisste der Coach bei seinem Team, dem er dies auch unmissverständlich klarmachte. „Doch nun ist es auch gut, wir haben einen Strich drunter gemacht. Ich denke, dass allen klar ist, dass die Situation schwierig ist“, meint Kappenstein vor dem Auswärtsspiel bei den Iserlohn Kangaroos am Samstag (19.30 Uhr).

Es ist eine richtungsweisende Partie für den Pro-B-Ligisten, der sich personell weiter auf dünnem Eis bewegt. Marck Coffin, Nico Funk, der am Freitag operierte Max Fouhy (gebrochenen Nase) und Albert del Hoyo – der Spanier leidet unter Hüftproblemen und ist derzeit nur bedingt einsatzfähig – sind verletzt. „Das ist keine einfache Situation für uns, wir müssen unser Spiel daran anpassen. Das tun wir gerade, die Trainingswoche war gut. Und wir haben immer noch genügend Qualität, um jedes Wochenende eine Siegchance zu haben“, sagt Kappenstein. „Dafür aber müssen wir uns wieder auf unsere Stärken besinnen und wieder das Team sein, das am härtesten spielt und gegen das es ekelig ist, antreten zu müssen. Das war in der vergangenen Saison unsere Identität, das will ich jetzt wieder sehen.“

Die Marschroute ist klar, mit einem Sieg könnten die Baskets die sportliche Krise bei den hoch gehandelten Kangaroos verschärfen. Nur zwei der sieben Spiele gewannen die Sauerländer, als ein Derby mit „Playoff-Charakter“ bezeichnet Iserlohn daher das Duell mit Münster. „Das ist vielleicht ein bisschen früh, zeigt aber die Wichtigkeit der Partie für Iserlohn“, sagt Kappenstein, der sich von der Bilanz des Gastgebers nicht blenden lässt. „Auch wenn sie vor der Saison andere Ziele hatten, bleiben die Kangaroos ein giftiges Team mit guter Ballzirkulation, das seit Jahren sehr heimstark ist.“ Wie auch in dieser Spielzeit. Die erfahrenen Truppe um die Brüderpaare Kristof und Malte Schwarz sowie Ruben und Joshua Dahmen, aber auch den Top-Scorer Elijah Allen (15 Punkte im Schnitt) oder den kroatischen Center Jozo Brkic feierten ihre beiden Saisonsiege in der heimischen Matthias-Grote-Halle – unter anderem das 79:68 gegen Spitzenreiter BSW Sixers. „Das wird eine Herausforderung. Aber die nehmen wir an“, sagt Kappenstein, der mit den Baskets bis Weihnachten eine „vernünftige Position“ halten will – um dann mit „aller Stärke wieder anzugreifen“.

Gegen einen ersten Angriff schon in Iserlohn aber hätte der 40-Jährige ganz sicher nichts einzuwenden.

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