Handball: Verbandsliga Frauen
Kinderhauser Kaltstart gegen Haltern-Sythen in der Eishalle

Münster -

Das Schlusslicht trat lange nicht auf wie eines, am Ende aber setzte sich der Favorit klar durch. Westfalia Kinderhaus groovt sich so langsam ein in der Saison. Das 30:23 gegen den HSC Haltern-Sythen in eigener (teils eiskalter) Halle war ein weiterer Beleg dafür.

Sonntag, 10.11.2019, 16:20 Uhr

Wer auf der Auswechselbank hockt, ist ohnehin selten zufrieden. Wer am Samstag in der Halle des Schulzentrums draußen saß, lief Gefahr, sich Frostbeulen zuzuziehen. Es war schon eine Zumutung für alle Beteiligten, wie unterkühlt sich die Sportstätte Aktiven und Zuschauern präsentierte.

Passend zur Temperatur erwischten die Verbandsliga-von Westfalia Kinderhaus einen Kaltstart, der sie im Nu mit fünf Treffern in Rückstand sah. Der Gast, der HSC Haltern-Sythen, hatte sich offensichtlich im Vorfeld auf die Betriebstemperatur gebracht, die in dieser Kühltruhe vonnöten war. Das Schlusslicht kombinierte geduldig bis zum sicheren Abschluss und traf mit erstaunlicher Präzision. Ganz anders die Gastgeberinnen. Ihr Angriffsspiel lief zwar auch geordnet, dafür waren sie beim Torwurf so fahrlässig, dass sie die besten Chancen versiebten. Es spricht für die Westfalia-Frauen, dass sie sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen ließen und keinerlei Nervosität zeigten. Zu recht. Denn nach 20 Minuten hatten sie den Rückstand egalisiert (11:11), lagen zum Wechsel mit 15:12 vorne und ließen sich dann von nichts und niemandem mehr aufhalten. Mit 30:23 gewann das Team von Coach Florian Ostendorf gegen Haltern-Sythen, das nach dem gelungenen Start immer mehr abbaute.

„Unsere Anfangsphase war natürlich bescheiden. Aber ich hatte nie das Gefühl, dass wir Probleme kriegen könnten“, sagte Ostendorf und sah sich hinterher bestätigt, dass er immer an seine Truppe geglaubt hatte. „Nur mit den letzten zehn Minuten war ich unzufrieden. Wir hätten mit wenigstens zehn Toren Unterschied gewinnen müssen.“ Das war natürlich Jammern auf hohem Niveau.

Letzteres verkörperte am Samstag in erster Linie Kristin Pohlkötter, die verlässlich von beiden Außenpositionen traf. Auch die agile Chiara Bolze im Rückraum sowie Kreisläuferin Caroline Engelhardt verdienten sich Bestnoten. Anna Klapdor, Kira Enders und Alexa Beckmann, normalerweise die Leistungsträgerinnen der Westfalia, genügte eine eher durchschnittliche Vorstellung, um ihr junges Team zum sicheren Sieg zu führen. Aber vielleicht war ihnen auch einfach zu kalt.Tore:Pohlkötter (7), Klapdor (6/3), Engelhardt, Bolze (je 4), Enders (3), Schwarz (2), Beckmann, Plett, Ludusan, Ruschhaupt (je 1)

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