Handball: Landesliga
Münster 08 gewinnt mit starker Einstellung enges Derby gegen Westfalia

Münster -

Fair war es und gleichsam intensiv – am Ende setzte sich der Trend der vergangenen Wochen im Derby fort. Der SC Münster 08 ist aktuell die Nummer eins der Stadt im Herrenhandball und manifestierte den natürlich nicht in Stein gemeißelten Status durch ein knappes 29:27 gegen Westfalia Kinderhaus.

Sonntag, 10.11.2019, 20:50 Uhr aktualisiert: 11.11.2019, 11:45 Uhr
ie Nullachter Jannik Merkwirth (l.) und Lasse Gehmeyr packen sich Westfalias Tobias Berger.
Die Nullachter Jannik Merkwirth (l.) und Lasse Gehmeyr packen sich Westfalias Tobias Berger. Foto: Jörg Riemenschneider

Ein Landesliga-Derby in Überlänge gab es in der Osthalle. Im Duell zwischen dem SC Münster 08 und Westfalia Kinderhaus streikte erst die Technik, dann schied ein Spielleiter verletzt aus. Diese Rahmenbedingungen waren aber die einzigen außergewöhnlichen eines sehenswert fairen Spiels, das die besser verteidigenden Nullachter trotz des Ausfalls ihres Spielmachers mit 29:27 (15:12) gewannen. In der Tabelle bleiben sie vorne dran.

Man kennt sich untereinander zur Genüge und glaubt jeweils, vor Überraschungen geschützt zu sein. Aber das alleine reicht wohl nur selten, um zu bestehen. Es kommt auf die Tagesform an und eine bessere solche hatten die Gastgeber parat, nachdem die Partie beim 5:5 (17.) für eine Viertelstunde unterbrochen wurde.

Zwei Knackpunkte

Die Spielerfassung am Laptop streikte, und weil sich die Technik stur weigerte, wurde wie früher per Hand mitgeschrieben. Das bis dato ausgeglichene Spiel nahm dann der Gastgeber ganz fix in die Hand und sorgte blitzgescheit für einen 9:5-Vorsprung, von dem sich zehren ließ. Für Trainer An­dreas Helftewes war das „der Knackpunkt“. Ein zweiter folgte in Halbzeit zwei.

Gesteuert von Jonas Bittern und in der Abwehr abgesichert von Jan-Philipp Meyer stand Nullacht sattelfest wie konzentriert. Dass Keeper Lukas Boden eine herausragende Partie bot, schuf noch mehr Zuversicht. Er setzte auch mit dem langen Anspiel wiederholt seine auf Gegenstöße vorbereiteten Feldspieler bestens ein – wenngleich die Ausbeute ausbaufähig blieb nach derlei Attacken über Meyer oder Jorma Kramer.

Kinderhaus blieb in Schlagdistanz, auch weil der nervenstarke Tobias Berger mit acht verwandelten „Kurzen“ ohne Fehlversuch blieb. „Wir haben aber für jeden Treffer richtig kämpfen müssen“, sagte Coach Sebastian Dreiszis, der das schnellere Umschalten der Gegenseite lobte. Er beorderte David Honerkamp nach dem Wechsel in die Rückraumzentrale, um der Offensive mehr Tempo einzuhauchen. Das glückte phasenweise. Dieser Honerkamp hatte gute Ideen. Nicht stets klappte es mit der Umsetzung.

Münster 08 - Westfalia Kinderhaus 29:27

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  • Derbyzeit in Münster: Westfalia Kinderhaus unterlag SC Münster 08 knapp.

    Foto: Jörg Riemenschneider
  • Vor dem Spiel schwören sich die Gäste ein.

    Foto: Jörg Riemenschneider
  • Die Zuschauer bekamen harte Zweikämpfe, aber ein insgesamt faires Spiel zu sehen.

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  • Zur Halbzeit lag Kinderhaus mit 12:15 hinten.

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  • Stark von der Sieben-Meter-Linie: Tobias Berger verwandelte alle acht Versuche.

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  • So blieb Kinderhaus die ganze Zeit in Schlagdistanz.

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  • Am Ende hielten sich die Nullachter Kinderhaus aber mit einer guten Abwehrleistung vom Leib.

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  • Sehen Sie im Folgenden weitere Impressionen vom Handball-Derby in Münster.

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Spielmacher und Spielleiter verletzt

Nullacht-Regisseur Bittern schied direkt nach Wiederanpfiff aus (Oberschenkelblessur), ein herber Verlust. „Kompliment an den Kader, wie das Fehlen aufgefangen wurde“, sagte Helftewes, der auch Paul Schütte in den Aufbau beorderte. Kämpferisch blieben die Gastgeber vorbildlich. Als Spielleiter Frank Panofen mit Wadenverletzung passen musste (36.), machte sein auch aus Hörstel angereister Kollege Andreas Schäper alleine weiter. Auch die Spieler sorgten dafür, dass er keine Probleme bekam.

Weil Kinderhaus nun Außenspieler Matthias Leenings fand, blieb der Westfalia-Widerstand hoch. Nach einem seiner Treffer zum 24:25 wurde es eng für den Club vom Kanal. Aber die Truppe behielt auch in den fünf Schlussminuten und gegen eine 4:2-Deckung der Westfalia den Kopf oben und hatte stets eine Antwort parat. „Wenn wir defensiv so gut stehen, haben wir immer alle Chancen“, sagte Helftewes stolz.

Tore Nullacht: Meyer (6), Gehmeyr (5), Bittern (5/3), Schütte (4/1), Kramer, Sibbersen (je 3), Witzenhausen (2), Merkwirth (1)

Tore Westfalia: Berger (10/8), Dittrich (5), Leenings (4), Müller (3), D. Honerkamp (2), Limke, van Heeck, Würthwein (je 1)

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