Volleyball: Frauen-Bundesliga
Eine leichte schwere Aufgabe für den USC in Schwerin

Münster -

Keine 74 Stunden liegen zwischen dem letzten Ballwechsel des USC Münster gegen die Roten ­Raben Vilsbiburg (2:3) und dem ersten Aufschlag am Mittwoch (18.30 Uhr/live bei Sport 1) beim SSC Palmberg Schwerin.

Dienstag, 12.11.2019, 17:26 Uhr
Eine Menge Hände werden auch am Mittwoch wieder Barbara Wezorke (M.) und Lina Alsmeier im Weg stehen, wenn der USC Münster beim Vizemeister Schwerin gastiert.
Eine Menge Hände werden auch am Mittwoch wieder Barbara Wezorke (M.) und Lina Alsmeier im Weg stehen, wenn der USC Münster beim Vizemeister Schwerin gastiert. Foto: Jürgen Peperhowe

Wenig Zeit, um das Geschehene aufzuarbeiten und sich auf das Kommende so gut wie möglich vorzubereiten. „Aber diese haben wir genutzt“, erklärt USC-Trainer Teun Buijs vor dem Bundesliga-Duell mit dem Vizemeister und Supercup-Sieger.

Allein diese beiden Attribute verdeutlichen die Schwere der Aufgabe, zudem warten die Unabhängigen seit dem 7. Dezember 2014 – damals gab es einen Tiebreak-Erfolg am Berg Fidel – auf einen Sieg gegen den SSC. Seitdem gab 15 Niederlagen (darunter fünf im Tiebreak) in der Hauptrunde, den Playoffs oder im Pokal, davon allein in den letzten beiden Spielzeiten neun. „Ich spiele aber gerne gegen Schwerin, auch wenn wir immer verloren“, sagt Buijs, der als SSC-Coach 2012 und 2013 das Double gewann. „Auswärts in Schwerin ist für uns ein leichtes Spiel. Wir haben keinen Druck, werden um jeden Punkt kämpfen und wollen dort versuchen, unseren Rhythmus zu finden und uns weiter zu verbessern.“

Dies wird zweifelsohne nötig sein, um in Schwerin zu überraschen und etwas Zählbares aus der Palmberg-Arena mitzunehmen. Der Tiebreak-Krimi gegen Vilsbiburg (14:16 im fünften Satz) mit allen Höhen und Tiefen des Volleyballs war eine Steigerung im Vergleich zum Pokal-Aus gegen den SC Potsdam (0:3), „positive Aspekte“ zog Buijs aus der Partie. „Der erste Satz war sehr gut, im vierten übernehmen wir nach anfänglichem Wackler die Initiative und spielen bis zum 11:8 im fünften gut“, sagt der 59-Jährige und erklärt, warum es phasenweise wieder überhaupt nicht lief bei seinen Schützlingen. „Wir brauchen Konstanz, und die kommt mit Erfahrung. In der vergangenen Saison hatten wir mit Mareike Hindriksen und Lisa Thomsen zwei Leader auf dem Feld, die die mentale Kontrolle hatten. Im Moment bekommen wir es in schwierigen Phasen nicht schnell genug in den Griff. Da müssen die älteren Spielerinnen mehr Verantwortung übernehmen.“

Zu denen gehört auch Taylor Adams, die allerdings auch in Schwerin zur Untätigkeit verdammt ist. Die Amerikanerin trat zwar die lange Reise am Dienstag mit an, ein Einsatz nach ihrer vor dem Pokalspiel erlittenen Sprunggelenkverletzung aber kommt zu früh. Und da Lara Drölle aus der USC-Zweiten beruflich unabkömmlich ist, steht Buijs mit Sarah van Aalen nur eine ­Zuspielerin zu. Nicht optimal.

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