Basketball: 2. Liga Pro B
Schwerer Gang für die WWU Baskets gegen Schlusslicht Oldenburg

Münster -

Das Dilemma auf der Aufbauposition macht den WWU Baskets mehr und mehr zu schaffen. Vier verletzte Playmaker sind kaum zu ersetzen. Deshalb geht Trainer Philipp Kappenstein auch nicht davon aus, dass das Heimspiel gegen die Baskets Juniors Oldenburg zu einem Selbstläufer für sein Team wird.

Freitag, 15.11.2019, 15:46 Uhr aktualisiert: 15.11.2019, 17:24 Uhr
Leo Lüsebrink ist einer von vier verletzten Aufbauspielern der Baskets, die am Samstag Oldenburg empfangen.
Leo Lüsebrink ist einer von vier verletzten Aufbauspielern der Baskets, die am Samstag Oldenburg empfangen. Foto: fotoideen.com

Eine starke Leistung am vergangenen Sonntag bei den Iserlohn Kangaroos, dazu ein Gastspiel des Schlusslichts am Berg Fidel. Das sollte doch eine klare Sache werden für die WWU Baskets Münster , die am Samstag (19.30 Uhr) die Baskets Juniors Oldenburg empfangen. Ein klarer Fall von „denkste“. Da sind ja zum einen der qualitativ gut besetzte Kader der Niedersachsen und die Erinnerungen an das letzte Testspiel vor der Saison in der 2. Liga Pro B, das Münster gegen Oldenburg in heimischer Halle mit 82:94 verlor. Und da sind zum anderen die Verletzungssorgen, die den Baskets weiter zusetzen.

Als fast schon „skurril“ beschreibt Trainer Philipp Kappenstein das Lazarett gerade auf der Aufbauposition. Da hockten am Mittwoch im Training neben Marck Coffin und Nico Funk die nun auch verletzten Leo Lüsebrink (Muskelverletzung im Leistenbereich) sowie der 16 Jahre alte Lorenz Neuhaus (Fingerblessur), der als Backup aus der Jugend hochgezogen wurde. Dass zudem Albert del Hoyo – der Spanier kam immerhin in Iserlohn zu Kurzeinsätzen – und Max Fouhy nach seinem Nasenbeinbruch dort als Zuschauer saßen, sei nur am Rande erwähnt. „Aber jetzt zu jammern, nützt uns nichts. Wir müssen die Leistung aus der vergangenen Woche bestätigen, das Team ist dafür stark genug“, sagt Kappenstein.

Kein leichtes Unterfangen, vom Tabellenstand jedenfalls lässt sich der 40-Jährige nicht beeindrucken. „Es ist mir ein wenig unerklärlich, wie Oldenburg da unten reingerutscht ist. Das ist eine richtig gute Mannschaft, die viele Spiele nur knapp verloren hat.“ Mit Marcel Keßen und Jacob Hollatz haben zwei Talente, die am Donnerstag im Europapokal zum Profi-Kader der Niedersachsen gehörten, bereits in der Bundesliga Leistung gezeigt, Hendrik Drescher (13,4 Punkte und 7,1 Rebounds im Schnitt) bringt mit seinen 2,04 Metern und 113 Kilo eine Menge Physis mit. Und dann wäre da noch Robert Drijencic, der 23-Jährige ist als Zweitältester des Teams der Top-Scorer der Liga (23,6 Zähler). „Was die Zahlen und die offensive Statistik angeht, ist das schon gewaltig. Aber Oldenburg hat sich defensiv noch nicht gefunden, da gibt es Schwachpunkte“, sagt Kappenstein. „Wir wollen wie in Iserlohn das Spiel und das Tempo bestimmen und Oldenburg zu Alternativen zwingen, die sie nicht mögen. Dabei dürfen wir uns nicht auf ein Run-and-gun-Spiel einlassen.“

Nach einem Spaziergang hört sich das alles nicht an. Eher nach Schwerstarbeit in der Defensive, die als Basis für den sechsten Saisonsieg dienen soll.

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