Fußball: Landesliga
Westfalia-Trainer Pielage im Interview: „Ein 4:3 ist mir viel lieber als ein 1:0“

Münster -

Natürlich war Westfalia Kinderhaus vor der Saison der große Favorit in der Landesliga. Bis zum vorletzten Hinrundenspiel dauerte es dann aber, ehe sich die Münsteraner durch das 3:1 beim bisherigen Spitzenreiter Werner SC in die Pole-Position brachten. Trainer Marcel Pielage spricht im Interview über den aktuellen Lauf, die Haltung im Verein und die Konkurrenz.

Samstag, 16.11.2019, 10:46 Uhr aktualisiert: 16.11.2019, 10:50 Uhr
Marcel Pielage ist im dritten Jahr Trainer in Kinderhaus. Mit der Westfalia schaffte er bereits den Aufstieg in die Bezirksliga.
Marcel Pielage ist im dritten Jahr Trainer in Kinderhaus. Mit der Westfalia schaffte er bereits den Aufstieg in die Bezirksliga. Foto: fotoideen.com

Die vergangene Landesliga-Saison hat Westfalia Kinderhaus als Vizemeister abgeschlossen. In einem Entscheidungsspiel danach verpassten die Münsteraner den Aufstieg in die Westfalenliga. Mit Verspätung soll dieser Schritt nun in der aktuellen Spielzeit vollzogen werden. Trainer Marcel Pielage und seine Schützlinge arbeiten an diesem Projekt.

Einen Spieltag vor Abschluss der Hinrunde steht Kinderhaus endlich da, wo es hinwollte. Zufrieden?

Pielage: Ja, natürlich. Trotzdem muss ich kurz korrigieren. Wir stehen da, woichhinwollte. Es war vor allem mein persönliches Ziel.

Nicht auch das des Umfeldes und des Vereins?

Pielage: Der Verein findet es schön. Aber da sind alle ganz tiefenentspannt.

Es war ein langer Weg an die Spitze. Warum hat es so viel Zeit und so viele Spiele gebraucht?

Pielage: Das hat sicherlich mehrere Ursachen. Unser Start war nicht gut, dazu mussten viele neue Spieler integriert werden. So etwas erfordert eine Entwicklung auf sportlicher und menschlicher Ebene. Rückblickend war es ein richtig schöner Prozess.

Hört sich gut an, aber gab es zwischendurch nicht doch Druck?

Pielage: Wir spielen Landesliga , das ist Hobby. Da kann man locker bleiben.

Sie lassen zu Hause wie auswärts immer offensiv spielen. Ist das Ihre Philosophie?

Pielage: Ich mag das, mir sind viele Tore wichtig. Ein 4:3 ist mir immer lieber als ein 1:0. Außerdem haben wir mit unserem Stil ja auch Erfolg. Neun Siege in 13 Spielen sind ja nun wirklich nicht die schlechteste Bilanz.

Es fällt krass auf, dass Kinderhaus in der Heimspiel-Statistik nur Neunter ist. Von sechs Begegnungen gingen drei verloren ...

Pielage: Ist uns auch schon aufgefallen, wirklich komisch. Aber daraus lesen wir nichts ab. Wir spielen gern vor den eigenen Zuschauern. Dass wir dreimal ohne Punkt geblieben sind, lag nicht zuletzt an starken Gegnern.

Einige Konkurrenten sind Ihnen sehr dicht auf den Fersen. Wen stufen Sie im Kampf um die Meisterschaft als stärksten Widersacher ein?

Pielage: Mesum, ja Mesum. Die haben eine tolle Mannschaft mit geballter Erfahrung. Und im Winter kommt noch ein guter Mann dazu. Aber auch Deuten, Werne und Roxel haben bislang richtig gute Rollen gespielt.

Kinderhaus hat einen starken und sehr breiten Kader. Wie ausgeprägt ist der Konkurrenzkampf intern?

Pielage: Wenn die Aufstellung steht, freuen sich natürlich nicht alle. Als Fußballer willst du spielen, das ist doch völlig normal. Aber die Truppe hält wirklich super zusammen, grundsätzlich haben wir eine geniale Stimmung im Kader.

Westfalia Kinderhaus ist Spitzenreiter, hat ein ausgesuchtes Personal und eine ganze Reihe von Spielern, die schon in höheren Ligen unterwegs waren. Laufen Ihnen da nicht manchmal auch Neider über den Weg?

Pielage: Bislang noch nicht. Sicherlich ist unsere Qualität richtig gut. Aber das ist doch keine Garantie für anhaltenden Erfolg. Wenn wir nicht gut arbeiten würden und keine Einheit wären, stünden wir nun bestimmt nicht auf Platz eins der Tabelle.

Kaum Erster, kann die Westfalia am Sonntag (14.30 Uhr) im Heimspiel gegen Eintracht Ahaus auch schon Herbstmeister werden ...

Pielage: Das ist das Ziel. Allerdings hat auch Ahaus viel Qualität und kann uns sehr gefährlich werden.

Was für ein Spiel erwarten Sie?

Pielage: Das kann ein offener Schlagabtausch werden. Ich kenne den Ahauser Trainer gut, wir haben erst am Donnerstag miteinander telefoniert. Er hat mich gefragt, ob es etwas Neues in Kinderhaus gebe. Ich habe ihm gesagt, dass wir in dieser Woche sehr, sehr gut trainiert hätten.

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