Basketball: 2. Liga Pro B
Die defensive Stärke bleibt der Trumpf der WWU Baskets

Münster -

Die Art und Weise spielt im Augenblick keine allzu große Rolle – Hauptsache, die Punkte wandern auf das Konto der WWU Baskets Münster. Es stockt im Angriff, das merkt jeder, das ist erklärbar. Dafür hat sich die Defensive stabilisiert, sie ließ zuletzt zweimal weniger als 60 Punkte zu.

Montag, 18.11.2019, 16:26 Uhr
Augen zu und durch: Philipp Kappenstein und die Baskets müssen sich derzeit durchkämpfen.
Augen zu und durch: Philipp Kappenstein und die Baskets müssen sich derzeit durchkämpfen. Foto: fotoideen.com

58:56 – oft ein Zwischenstand nach drei Vierteln. Am Samstagabend aber leuchteten diese vier Zahlen nach dem Ablauf der 40 Minuten auf der Anzeigetafel in der Halle Berg Fidel. Ein untrügliches Zeichen, dass die Partie zwischen den WWU Baskets Münster und den Baskets Juniors Oldenburg kein Leckerbissen war. Doch Trainer Philipp Kappenstein war es nach dem knappen Sieg egal, über das Zustandekommen und das zwischenzeitlich stotternde Offensivspiel wollte der 40-Jährige keine großen Worte verlieren. „Es bleibt einfach hängen, dass wir gewonnen haben. Dafür müssen wir uns ganz sicher nicht entschuldigen. Wir haben zwei schwere Spiele für uns entschieden. Und das in einer schwierigen Situation, in der wir auch hätten durchgereicht werden können.“

In der Tat hat der Erfolg gegen die Niedersachsen einen großen Wert – nicht nur für das Selbstvertrauen der Baskets, die mit nun sechs Siegen aus neun Begegnungen den vierten Platz einnehmen. Spitzenreiter BSW Sixers hat zweimal mehr gewonnen, der SC Rist Wedel als Neunter nur zweimal weniger. Das zeigt, wie eng es in der Tabelle der 2. Bundesliga Pro B zugeht – und wie wichtig der Sieg gegen Oldenburg war. „Das Einzige, was zählt, ist, dass wir gewonnen haben. Nach dem Wie wird irgendwann keiner mehr nach fragen. Wir müssen sehen, dass wir uns bis Weihnachten im Hinblick auf die Playoffs die bestmögliche Ausgangsposition erarbeiten und dann in voller Stärke wieder angreifen“, sagte Kappenstein.

Bis er allerdings wieder seine komplette Kapelle zusammenhat, dauert es noch. Eine zeitnahe Rückkehr von Marck Coffin, Nico Funk und Leo Lüsebrink (alles Aufbauspieler) ist nicht in Aussicht, Max Fouhy benötigt nach seinem Nasenbeinbruch auch noch ein paar Tage. Und der Katalane Albert del Hoyo ist angeschlagen, trainiert daher nur eingeschränkt und kann im Spiel nur partiell entlasten.

Kappensteins Improvisationskünste sind gefragt, im Ballvortrag und im Offensivspiel hakte es am Samstag. „Wir brauchen die volle Stärke. Wir haben keine Mannschaft mit Superstars und sind eine ausgeglichene Truppe, in der wir jedes einzelne Teil für bestimmte Elemente, für bestimmte Minuten brauchen. Das können wir im Moment nicht aufbieten. Dass wir offensiv präsenter sein müssen, wissen wir“, erklärte Kappenstein, der auch die gestiegenen Ansprüche an sein Team als Grund für so manche offensive Hemmung anführte. „Wir tun uns zu Hause momentan sehr schwer, weil die Erwartungshaltung groß ist und sich viele Jungs doch unter Druck gesetzt fühlen. Wir müssen lernen damit umzugehen.“

Da ist es gut zu wissen, dass die Defensive wieder sattelfest ist und eine Menge unter dem Korb abräumt. Zuletzt kassierten die Baskets zweimal unter 60 Punkte (57 in Iserlohn, 56 gegen Oldenburg). Ein Trumpf.

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