Basketball: 2. Bundesliga Pro B
91:98 in Schwelm: Serie der Baskets reißt in der Verlängerung

Münster -

45 Minuten arbeiteten und rackerten die WWU Baskets Münster in Schwelm. Am Ende vergeblich, mit 91:98 (36:45, 80:80) nach Verlängerung verlor die Mannschaft von Trainer Philipp Kappenstein das Spitzenspiel der 2. Bundesliga Pro B beim Tabellenzweiten, der nun zwei Siege mehr auf dem Konto hat.

Sonntag, 24.11.2019, 15:24 Uhr aktualisiert: 24.11.2019, 18:40 Uhr
Vergeblich mühte sich Leo Padberg (l.) nicht nur in diesem Duell mit Schwelms Dan
Vergeblich mühte sich Leo Padberg (l.) nicht nur in diesem Duell mit Schwelms Dan Foto: Markus Holtrichter

Die stolze Serie der WWU Baskets Münster gegen die EN Baskets Schwelm ist gerissen. Nach vier Siegen in den letzten drei Jahren gegen den Dauerrivalen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis kassierten die Westfalen eine 91:98 (36:45, 80:80)-Niederlage nach Verlängerung. Ärgerlich und bitter. „Aber ich kann der Mannschaft null komma null einen Vorwurf machen. Wir haben eine tolle zweite Halbzeit gespielt, haben kämpferisch alles richtig gemacht. Aber Schwelms Sieg war verdient. Wir haben es nicht geschafft, in Führung zu gehen, nachdem wir wieder zurück ins Spiel gekommen sind. Wir hatten Schwelm im vierten Viertel in den Seilen“, sagte Trainer Philipp Kappenstein .

Dass Münster wieder einmal zur Pause der Musik hinterherlaufen musste, war den Schlussminuten des zweiten Viertels geschuldet. Nach dem guten Start (16:10/8.) war das auf gutem Niveau geführte Duell beim Tabellenzweiten bis zum 34:32 nach einem Dreier von Jojo Cooper (16.) ausgeglichen, ehe Schwelm sich bis zur Halbzeit ein Polster zugelegt hatte. „Wir hätten schon nach dem ersten Viertel höher führen müssen und sind dann am Ende des zweiten Viertels wild geworden. Da hatten wir unnötige Turnover dabei“, so Kappenstein. Dass die Baskets aber die ungekrönten Meister der Aufholjagden sind, bewiesen sie auch in Schwelm wieder. Sukzessive bauten sie danach den Elf-Punkte-Rückstand (30.) ab, Jojo Cooper übernahm dabei die Hauptrolle des Jägers. Ab dem 49:60 steuerte er bis zur Schlusssirene der regulären Spielzeit 18 seiner insgesamt 28 Zähler bei, sein Dreier zum 80:80 15 Sekunden vor dem Ende brachte Münster in die Verlängerung.

In die starteten die WWU Baskets „sehr unglücklich“, den Dreier von Schwelms Kapitän Nikita Kartchenkov konnten Andrej König und Cooper mit ihren Distanzwürfen nicht beantworten – der Gastgeber zog so direkt einmal auf fünf Zähler davon und ließ sich diesmal nicht mehr einfangen. „Meine Mannschaft hat kämpferisch alles richtig gemacht. Aber wir gehen nach den personellen Problemen der Vorwoche auf dem Zahnfleisch und können derzeit die Last auf zu wenige Schultern verteilen“, erklärte Kappenstein.

Dazu kam sicherlich auch etwas Pech mit einigen Entscheidungen. In dem von beiden Seiten physisch und körperbetont geführten Partie gab es 29 Foulpfiffe gegen Münster, Schwelm kassierte dagegen nur 16 Verwarnungen. So durfte der Gastgeber häufig an die Freiwurflinie – und nutzte diese Chancen mit einer beachtlichen Quote. 31 von 35 Versuchen fanden den Weg in die Reuse. Auch ein Grund für Münsters vierte Saisonniederlage.Punkte:Cooper (28), Weß (17), J. König (16), A. König (15), Delpeche (9), Baues (4), Hänig (2)

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