Westfalenliga: Hiltrup gewinnt turbulente Partie
Viel Gesprächsbedarf beim 5:4-Erfolg des TuS Hiltrup

Münster -

Diese Partie war ihr Eintrittsgeld de facto wert. Beim Sieg des TuS Hiltrup im Spitzenspiel gegen Vreden sahen die Zuschauer nicht nur neun Tore. Einige Aufregung gab es am Sonntag auch neben dem Platz.

Sonntag, 01.12.2019, 20:42 Uhr
Montasar Hammami umkurvt Vredens Schlussmann und schiebt zum 2:2 ein.
Montasar Hammami umkurvt Vredens Schlussmann und schiebt zum 2:2 ein. Foto: Peter Leßmann

Neun Tore, ein Linienrichterunter verbalem Dauerfeuer, zerstrittene Gästefans und ein aufgebrachter Christian Hebbeler. Aber am Ende hatten sich fast alle wieder lieb. Mit 5:4 (2:2) besiegte der TuS Hiltrup Westfalenliga-Spitzenreiter SpVgg Vreden und konnte damit den 4:1-Hinspielsieg bestätigen. Ganz nebenbei wurde damit das dritte Spiel in Serie gewonnen und der Anschluss an die Tabellenspitze geschafft. Jetzt muss das Team von Hebbeler nur noch am Sonntag in Bielefeld gewinnen, dann kann die Weihnachtspause kommen.

Nach neun Minuten wähnten sich die Hiltruper im falschen Film, als der Gast mit 2:0 führte. Dass Hebbeler nicht mehr zu halten war und mehrere „Feinheiten“ Richtung der Unparteiischen absonderte, lag daran, dass Hiltrups Abwehrspieler Frederik Schulte vor dem ersten Gegentor durch Cihan Bolat klar gefoult wurde, was Schiedsrichter Tim Zahnhausen allerdings nicht geahndet hatte. Auch dumm, dass drei Minuten später Lennard Massmann ein übler Fehlpass unterlief, der Bolat freie Bahn bescherte. Romain Böcker konnte den Vredener Torjäger nur unfair stoppen, den fälligen Strafstoß verwandelte Mario Worms sicher. „Wir liegen 0:2 hinten und keiner weiß, warum“, ereiferte sich Hebbeler zu recht.

Seine Miene sollte sich in der Folgezeit aber aufhellen, als Kevin Herbermann per Kopf (28.) und Montasar Hammami (42.) nach tödlichem Rückpass von Worms auf 2:2 zur Pause stellten. Gerade der eklatante Aussetzer von Worms brachte eine Handvoll Vredener Anhänger gehörig auf die Palme. Der „Sünder“ wurde verbal niedergemacht, was wiederum seinen Vater auf der Tribüne erzürnte. Der Spieler nutzte den Gang in die Halbzeitpause, um auf den Rängen für Klarheit zu sorgen, was misslingen musste. Vater und Sohn Worms zogen von dannen, der Rest holte sich `ne Wurst.

Nach dem Wechsel war es dann der Schiri-Assistent vor der Haupttribüne, dessen Abseitsentscheidungen für Unmut sorgen. „Halt die Fahne doch immer hoch, du Pfeife“, war noch die charmanteste Empfehlung von draußen. Gleichwohl: Der TuS ging durch Hammami in Führung, die Leon Kondring ausgleichen konnte. Daniel Mladenovic und Nils Johannknecht machten dann alles klar für Hiltrup, Bolats zweites Tor war zwar sehenswert, brachte aber nichts mehr ein.

TuS:Böcker – Vercelli, Leeneman, Herbermann, Schulte – Massmann – Kleine-Wilke (62. Beyer), Menke (88. Scholdei), Blesz – Mladenovic (82. Johannknecht), Hammami (87. Krieger)

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