Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets in ungewohnter Rolle: Niederlage in letzter Sekunde

Münster -

Kein Happy End am zweiten Advent: 2475 Zuschauer in der Sporthalle am Berg Fidel sahen zum Abschluss der Hinrunde in der zweiten Basketball-Bundesliga Pro B ein ungewöhnliches Ergebnis: Die WWU Baskets verließen als Verlierer das Feld und mussten nach der 65:66-Niederlage beide Zähler dem VfL Bochum überlassen.

Samstag, 07.12.2019, 22:54 Uhr aktualisiert: 08.12.2019, 18:54 Uhr
Baskets-Trainer Philipp Kappenstein sah wieder einmal einen echten Krimi, diesmal allerdings ohne Happy End.
Baskets-Trainer Philipp Kappenstein sah wieder einmal einen echten Krimi, diesmal allerdings ohne Happy End. Foto: Jürgen Peperhowe

Oft genug hatten die WWU Baskets das letzte Wort in Berg Fidel. Dieses Mal aber der Gast: In der 2. Bundesliga ProB verloren die Münsteraner vor 2475 mitfiebernden Zuschauern in allerletzter Sekunde mit 65:66 (36:30) gegen den glückselig feiernden VfL SparkassenStars Bochum. Nach der Hinrunde stehen sechs Siege und fünf Niederlagen zu Buche für den Meister der Vorsaison. Gleich nächsten Samstag startet die Rückrunde – für Münster in Bochum.

Vergebene Freiwürfe

Den Ärger im Spielfinale hätten sich die Baskets ersparen können, denn nur einer von vier Freiwürfen saß zum Spielstand von 65:63. Dann übernahm Bochums britischer Nationalspieler Conner Washington die Verantwortung, dribbelte los und schloss verhängnisvoll ungestört früh ab – sein erster Dreier-Treffer nach vorherigen fünf Fahrkarten entschied das NRW-Duell.

„Wenn wir am Ende von der Linie treffen, gewinnen wir“, sagte Trainer Philipp Kappenstein und haderte nicht nur mit diesen Fehlwürfen, sondern mit der Quote insgesamt, die nur bei 39 Prozent aus dem Feld heraus lag und Münsters Manko eine Fortsetzung verpasste. „Das schleppen wir durch die Saison Die Intensität stimmte aber, wir haben eines der besten Offensivteams lange kontrolliert.“ Während Bochum derzeit einen Lauf habe, „müssen wir uns weiterhin alles erarbeiten.“

Spannung bis zum Schluss

Das „sehr physische Spiel“ (Bochums Coach Felix Banobre) hatte beiderseits selten einen wirklichen Rhythmus. Die Trainer wechselten auf der Suche nach der beständigen Formation. Zupackende Abwehrarbeit verschaffte den Baskets Vorteile. Vier Dreier von vier Spielern sorgten im ersten Viertel auch noch für eine Ausbeute, die in der Folge aber an Niveau verlor. Die Halbzeitführung war dahin, als im dritten Viertel (8:14) sehr wenig passte. Bochum, zuvor nur 1:0 vorne, legte erstmals wieder vor zum 41:39. Das Schlussviertel blieb umkämpft bis in die letzte Szenen hinein.

Hekge Baues in Top-Form

Malcom Delpeche ackerte defensiv ernorm, kam aber vorne kaum zu Szenen (vier Würfe). Münsters bester Spieler war Helge Baues mit 17 Punkten bei starker Quote aus dem Feld (73 Prozent) und elf Rebounds. Ausgerechnet er ließ dann zwei Freiwürfe liegen.

Neuzugang José Medina bekam 16 Minuten Spielzeit und lud sich gleich etwas auf – von neun Dreipunktewürfen aber fand nur einer in die Reuse. Drei Fehlpässe belegten ein zu risikoreiches Debüt. Im Training überzeugte der Spanier zuvor, der noch wenig zum Korb zog, aber „Tempo und Qualität hat, die wir noch gut brauchen können“, wie sein Trainer sagte.

WWU Baskets: Baues (17/1), J. König (14/2), Weß (8/1), Cooper (6), A. König (5/1), Hänig (5), Medina, Padberg (je 4/1), Delpeche (2)

 

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