Handball: Landesliga
SC Münster 08 nach Sieg über Vreden als Zweiter in die Pause

Münster -

Diese Hinserie kann sich sehen lassen. Der SC Münster 08 gewann auch das Heimspiel gegen den TV Vreden, das auf sehr engem Niveau geführt wurde. In den letzten Minuten, als es richtig wurde, war Ersatztorwart Arne Tönjann die entscheidende Figur.

Sonntag, 15.12.2019, 19:32 Uhr aktualisiert: 15.12.2019, 19:36 Uhr
Niels Sibbersen (Nummer 23), Torwart Lukas Boden und Lasse Gehmeyr (r.) packen gegen den Vredener Angriff zu.
Niels Sibbersen (Nummer 23), Torwart Lukas Boden und Lasse Gehmeyr (r.) packen gegen den Vredener Angriff zu. Foto: fotoideen.com

Geschenke gibt es erst zu Weihnachten . Und nicht vorher. Gemäß dieser Gültigkeit hatte Landesligist SC Münster 08 beim Jahreskehraus gegen den TV Vreden aus dem Kreis Borken mehr zu ackern, als ihm lieb war. Nach dem 32:30 (17:14) gab es doch etwas zu feiern. Schon vor dem Fest und auf Rang zwei.

Von fünf Heimspielen haben die Nullachter vier gewonnen. Lediglich der Spitzenreiter TV Verl siegte in der Osthalle. „Insgesamt haben wir eine beachtliche Ausbeute geholt“, sagte Trainer Andreas Helftewes nach dem achten Sieg im elften Spiel und nimmt das gute Gefühl mit ins neue Jahr. „Die Pause brauchen wir jetzt auch, der Kräfteverschleiß ist da.“

Die Personaldecke war auch nicht mehr die dickste, als es aus der Favoritenrolle heraus gegen das „Kellerkind“ ging. Vreden sollte gehörig aufmucken während des sehr fairen Duells, das die Brüder Hermann und Johannes Frintrop als Münsteraner beziehungsweise Vredener nicht persönlich weiterführten. Für Nullacht spielte der Kreisläufer nur als Offensivmann und warf fünf blitzsaubere Treffer. Sein Bruder hatte kaum Spielanteile. Die Gäste setzten im 5:1-Abwehrsystem von Anfang an Lasse Gehmeyr zu, dem diese Aufmerksamkeit gar nicht behagte. Laufstark die Meter machte der TV-Beste Oliver Abbing, der noch viel mehr konnte als ausschließlich defensiv zu handeln. Der wendige Drahtzieher füllte auch vorne die Schlüsselrolle aus und warf sieben Tore.

Der Schlagabtausch ging über 5:3 und 9:7 bis zur ersten Gästeführung (12:11). Wirklich Bestand hatte kein Vorsprung, dafür unterliefen beiden Teams zu viele (Abspiel-)Fehler. Auch die Halbzeitführung der Nullachter, die sich mit der ersten und zweiten Welle Vorteile eroberten, war schnell dahin (21:21). Zweimal nacheinander luden die bisweilen Nervösen den TV zu Gegenstößen ein. Das Zittern gedachten die beiden stets offensiv denkenden und wirkungsvoll handelnden Außenspieler Jorma Kramer und Sven Lüdiger mit je sechs Treffern zu beenden. Rechtsaußen Kramer schenkte der Abwehrarbeit weniger Aufmerksamkeit – hier klaffte zu oft eine Lücke.

Ohne Regisseur Jonas Bittern, der jeden seiner vier Siebenmeter verwandelte, spielte der Rückraum die zweite Halbzeit fast durch. Helftewes vertraute da Gehmeyr, Linus Witzenhausen und Niels Sibbersen, die „unserem Spiel die nötige Tiefe gaben“, wie der Coach deren Drang zum Duell wertete. Vreden stellte um auf 6:0 und bekam seine Szenen. Aber der für die letzten zehn Minuten im Kasten stehende Arne Tönjann wuchs zum Garanten. Lukas Boden machte Platz, ohne dass der Trainer eingreifen musste.

Tore:Kramer, Lüdiger (je 6), Frintrop (5), Bittern (4/4), Sibbersen, Witzenhausen (je 4), Gehmeyr (3)

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