Fußball: 43. Hallenstadtmeisterschaften in Münster
A-Ligist fehlen einige Leistungsträger: Gelmeraner treten die Bremse

Münster -

Vor einem Jahr ging alles. Fast alles. Nach etwas holprigem Start rauschte GW Gelmer nur so durch die Zwischenrunde, peilte danach das Halbfinale an, erreichte es, war gar nicht so weit davon entfernt, sogar ins Endspiel einzuziehen und sackte nebenbei noch zweimal den Torbonus, den 200. Turniertreffer und die Auszeichnung für den besten Keeper ein. Für einen A-Ligisten eine fette Ausbeute.

Montag, 23.12.2019, 15:41 Uhr aktualisiert: 27.12.2019, 15:50 Uhr
Die Fans aus Gelmer gehören traditionell zu den lauteren am Berg Fidel.
Die Fans aus Gelmer gehören traditionell zu den lauteren am Berg Fidel. Foto: fotoideen.com

Zwischen den Pfosten damals wie heute: Marcel Schmidt . Den persönlichen Preis verdiente er sich mit zahlreichen Paraden, aber auch aus dem Spiel heraus. „Das war schon cool. Als wir Hiltrup in der Zwischenrunde geschlagen hatten, haben alle dran geglaubt, dass wir es weit schaffen können“, erzählt er. „Und im Halbfinale hätten wir es gegen den TuS trotz 0:4-Rückstand fast ja noch mal gepackt.“

Automatisch in den Favoritenkreis rücken die Nordmünsteraner nun allerdings eher nicht. Dafür fehlen zu viele Leistungsträger des Vorjahres, namentlich Max Hoffmann, Issé Sander, Steffen Koch, Lukas Toboll oder Thorsten Schürmann. „Diesmal haben wir einen etwas anderen Kader. Viele Jungs sind dabei, die gerade aus der A-Jugend dazugekommen sind“, sagt Schmidt. „Die sind talentiert, aber sicher auch aufgeregt. War ich bei meinem ersten Mal bei den Senioren in der Halle ja auch.“ Dass die angeschlagenen Spieler diesmal eher geschont werden, liegt auf der Hand. Schließlich hat GWG in der Kreisliga A1 als Tabellenzweiter noch gute Chancen auf den Aufstieg.

Ganz ohne Ambitionen fahren die Grün-Weißen dennoch nicht zum Berg Fidel. „Die Zwischenrunde sollten wir schon erreichen“, sagt Schmidt. „Auch wenn wir als Gruppenkopf mit Borussia direkt einen hammerharten Gegner bekommen haben. Was danach geht, liegt immer auch an der Auslosung.“ Ein klassischer Außenseiter ist der Club nicht. Immerhin gewann Gelmer 1989 und 1999 den Titel. Aber nominell sind andere natürlich besser besetzt. Fest steht: Gelingt ein Husarenritt wie vor zwölf Monaten, werden die Jungs aus dem Heidestadion es wieder ordentlich in den Katakomben krachen lassen.

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