Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaft
Unfassbarer Westfalia-Endspurt in die Endrunde – Wolbeck souverän

Münster -

Mehr Spannung als zu Anfang gedacht brachte der zweite Zwischenrundentag der Hallen-Stadtmeisterschaft. Der VfL Wolbeck erledigte alle Aufgaben mit Bravour, der UFC Münster zerpflückte am Ende BW Aasee, doch richtig wild wurde es zwischen dem 1. FC Gievenbeck, dem SC Nienberge, Concordia Albachten und Westfalia Kinderhaus. Die Favoriten setzten sich mit Mühe durch.

Sonntag, 29.12.2019, 20:42 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 08:54 Uhr
Überglücklich: Die Kinderhauser Kevin Schöneberg, René Steinke und Rui Petro Guimaraes (o.v.l.) jubeln.
Überglücklich: Die Kinderhauser Kevin Schöneberg, René Steinke und Rui Petro Guimaraes (o.v.l.) jubeln. Foto: Peter Leßmann

Beinahe gönnerhaft schlich Alois Fetsch über die Gänge. „Ich genieße wieder“, sagte der Trainer des VfL Wolbeck , der das Kommando in der Halle einmal mehr Co-Trainer Florian Quabeck und Marco Bensmann überließ. „Läuft doch gut“, grinste der 44-Jährige bereits nach dem 3:1 im ersten Spiel gegen den UFC Münster . Das spannende 4:3 gegen BW Aasee und ein 11:0 (allein fünf Tore Benedikt Sollik) gegen den ESV Münster brachten dem Bezirksligisten Platz eins – und eine Hammergruppe am Montag mit Preußen II, Hiltrup und Kinderhaus. „Solche Gegner sind doch super. Dafür wollten wir in die Endrunde“, sagte Quabeck. In der stand der Club sage und schreibe seit zehn Jahren nicht mehr. Manchmal schien ein Fluch schuld daran, wenn Sekundenbruchteile vor Schluss das Ticket flöten ging. „Bis auf das Vorrundenspiel gegen Kinderhaus waren unsere Leistungen top, auch wenn Aasee gegen uns nicht schlechter war. Wir verschieben gut – und selbst gegen die drei Top-Teams ist was drin“, sagte Quabeck.

Um das zweite Ticket rangen so in der letzten Partie die Futsaler und BWA. Der UFC musste im Vergleich zur überzeugenden Vorrunde auf Spielertrainer Simon Holling, Tim Schwarz und Marco Philipp verzichten und tat sich zu Beginn des Tages schwer. Als es ernst wurde, bekam Aasee aber eine völlig verdiente 0:8-Packung verabreicht und verpasste die zweite Teilnahme an der Endrunde nach 2014.

Eine unerwartete 1:3-Niederlage von Westfalia Kinderhaus gegen den SC Nienberge machte die Gruppe IV am Sonntagabend richtig heiß. Vor den abschließenden Begegnungen hatten alle vier Teams aus eigener Kraft die Chance weiterzukommen. Der Gastgeber, der zum Auftakt ein 1:1 gegen Kinderhaus geholt hatte und dann Concordia Albachten 4:0 schlug, ging zwar nach fünf Sekunden gegen den SCN durch Christian Keil in Führung, musste nach dem 1:1 durch Florian Wiethege aber doch bis in die letzte Minute bangen. Der A-Ligist hatte mit diesem Resultat noch alle Chancen. Nur durfte im letzten Akt weder Concordia Albachten noch Kinderhaus hoch gewinnen. Spannung total!

Und was dann geschah, war einfach unfassbar. Nienberge zitterte an der Bande mit, wähnte sich schon im Ziel, als Westfalias Corvin Behrens ein Eigentor unterlief, als er glaubte, der Keeper René Steinke stünde im Tor und nicht „Flying Goalie“ Finn Liebert, der sich schon zur Seite orientiert hatte. 2:2 stand es, die Albachtener benötigten nur ein Tor für die Endrunde, Kinderhaus drei. Doch der Landesligist steckte nicht auf und schaffte das Unmögliche: drei Treffer in den letzten 69 Sekunden! 5:2 – genau das Resultat, das der überall hoch gehandelte Mitfavorit benötigte.

„Gegen Nienberge haben wir das exakte Gegenteil von dem gespielt, was wir spielen wollten“, sagte Trainer Marcel Pielage. „Mit unserem fulminanten Schlussspurt haben wir das Weiterkommen aber noch mal verdient.“ Die expliziten Hallenspezialisten fehlen den Nordmünsteranern zwar, für die erste Endrunde seit 2016 langte es dennoch so gerade. „Wir haben eben eher ein Kollektiv und keine Brasilianer“, sagte der Coach. Die Erleichterung war spürbar. Der Finaltag kann kommen.

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