Fußball: 3. Liga
Preußens Lohmannsröben: „Die Null halten und alles wegräumen“

Münster -

Zaudern verboten! Beim Trainingsstart nach der kurzen Winterpause gab es von Trainer Sascha Hildmann und Neuzugang Jan Lohmannsröben gleich einmal klare Worte. Diesen müssen nun Taten folgen im Kampf um den Klassenerhalt, auf den sich der SC Preußen Münster seit Samstag vorbereitet.

Sonntag, 05.01.2020, 16:50 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 17:02 Uhr
Angesagt: Sascha Hildmann sprach erst in der Kabine, dann auf dem Trainingsplatz klar zur Mannschaft
Angesagt: Sascha Hildmann sprach erst in der Kabine, dann auf dem Trainingsplatz klar zur Mannschaft Foto: Jürgen Peperhowe

Zweifel sind ab sofort beim SC Preußen nicht mehr gestattet. Und zwar die Zweifel, dass das mit dem Klassenerhalt in der 3. Liga nicht mehr klappen wird. Am Freitag sprach der neue Trainer Sascha Hildmann Klartext: Er sei an die Hammer Straße gekommen, um zu liefern. Einen Tag später, als bei Nieselregen die erste Übungseinheit nach der kurzen Weihnachtspause anstand, redete Jan Löhmannsröben Tacheles. „Wie vielleicht? Was ist das denn? Wir schaffen den Klassenerhalt“, stellte er nach der ersten kleinen Frage- und Antwortrunde klar. Um sein persönliches Mantra rauszuhauen: „Die Null halten und alles wegräumen.“

Da stand er nun, die tätowierten Adlerflügel zeigten sich bedrohlich oberhalb des Trikotsrandes. Erinnerung wurden wach, aber an wen nur? Genau, an René Klingeburg, der in der vergangenen Saison im Preußen-Mittelfeld geglänzt hatte, der die „Straßenfußballer“-Note beim SCP wiederbelebt hatte, ein Spieler mit dem besonderen Etwas für die 3. Liga, nun bei Dynamo Dresden unter Vertrag, die Nummer 17 in Münster. Löhmannsröben hat die 17 geerbt, wenn das mal keine Verantwortung ist. „Die Gespräche mit Malte Metzelder waren sofort gut. Ich bin froh, dass es geklappt hat mit dem Transfer“, sagte er, der aus der Konkursmasse von Wacker Nordhausen stammt und in 123 Drittligapartien (6 Tore) Erfahrungen gesammelt hat. Am Samstag schlug er also beim SCP auf, das größte Problem war dabei weniger die Integration ins Team, weil es „sich anfühlte, als wäre ich schon zwei Monate hier“. An der Wohnungssuche hakt es noch, denn: „Die Preise fühlen sich an wie in Paris.“

Paris oder Preußen? Pfälzer Urgestein Sascha Hildmann war froh, auf dem Platz zu stehen und seine neue Mannschaft dirigieren zu dürfen. Ihm fehlten die verletzten Abwehrspieler Ole Kittner und Jannik Borgmann, die erkälteten Rufat Dadashov und Julian Schauerte wurden nach der Kabinenpredigt, die gar keine war, wieder heimgeschickt.

Hildmanns Fazit: „Das war sehr aufmerksam von den Spielern, das freie Spiel war griffig.“ Immerhin, ein Anfang ist gemacht.

„Das war kein Aufgalopp wie bei einer Sommer-Vorbereitung“, spürte Sportchef Malte Metzelder schon einen gewissen Zug bei der Einheit über knapp eineinhalb Stunde vor rund 40 Zaungästen. Er stellte noch einmal klar, dass die Suche nach einem Innenverteidiger Priorität besitzt. Aber: „Richtig Bewegung in der Transferperiode war bislang noch nicht. Es wird spannend für uns, wenn Zweitligisten ihre Kader verändern.“

Soll heißen, dass der SCP auch für die Abwehrkette einen Typ der Marke Löhmannsröben sucht. Das wird auf die Schnelle wohl nicht zu verwirklichen sein, also bis zum dreitägigen Trainingslager im niederländischen Delden ab Mittwoch. Ob es dann noch für einen weiteren Transfer reichen wird, hängt von der „Kategorie, die wir verpflichten“ ab, so Metzelder. Offenbar will der SCP bei dieser Position eher klotzen als kleckern.

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