Reiten: K+K-Cup
Bröring-Sprehe feiert ihr Comeback in der Halle Münsterland

Münster -

Die gute Nachricht gab es dank der Vertragsverlängerung mit einem der drei großen Sponsoren schon einmal vorab. Und da auch die Vorbereitungen nach Plan liefen, kann Oliver Schulze Brüning mit der nötigen Gelassenheit in den K+K-Cup 2020 gehen, bei dem es an fünf Tagen spannenden wie hochklassigen Spring- und Dressursport geben wird – auch durch das Comeback einer Olympiasiegerin.

Dienstag, 07.01.2020, 19:20 Uhr aktualisiert: 08.01.2020, 16:30 Uhr
Hallo, da bin ich wieder: Kristina Bröring-Sprehe feiert beim K+K-Cup ihr Comeback nach Babypause.
Hallo, da bin ich wieder: Kristina Bröring-Sprehe feiert beim K+K-Cup ihr Comeback nach Babypause. Foto: imago-images

Am Dienstagmittag, nicht einmal 24 Stunden vor dem Beginn des K+K-Cups, war bei Oliver Schulze Brüning von Anspannung oder Nervosität nichts zu spüren. Zum achten Mal hält er nun in seiner Funktion als Vorsitzender des gastgebendes Reiterverbands Münster die organisatorischen Zügel in der Hand, routiniert begleitet er die Vorbereitungen in der Halle Münsterland. „Es hat bislang alles bestens geklappt, die Aufbauarbeiten liefen nach Plan“, sagt Schulze Brüning, der schon vor dem ersten Ritt im Parcours eine sehr gute Nachricht erhielt. Die LVM-Versicherung als einer der drei Hauptsponsoren verlängerte sein 2020 endendes Engagement um satte sechs Jahre bis zum Januar 2026. Der in Münster ansässige Konzern macht damit die 100 voll – schließlich ist er seit der ersten Stunde im Jahr 1926 ein treuer Begleiter des Turniers. „Wir sind glücklich und stolz, so einen verlässlichen Partner weiter an unserer Seite zu haben“, sagt Schulze Brüning, und Dr. Kaspar Funke vom Vermarkter Escon-Marketing ergänzt: „Das ist einzigartig und eine Form des Sponsorings, das man so nicht kennt.“

Auf die Förderer ist also Verlass – genau wie auf die Reiter, die auch in diesem Jahr wieder guten Sport garantieren. Besonders die jungen Wilden werden für Wirbel im Parcours sorgen und den Arrivierten um den Deutschen Meister Felix Haßmann, Mario Stevens oder Jan Wernke (allesamt erprobte Nationenpreisreiter) einheizen. Ob U-21-Europameister Philipp Schulze Topphoff (RV Roxel), das belgische Quartett um den nationalen Hallenchampion Andres Vereecke oder das russische Talent Daira Samokhina, sie alle passen perfekt in das Konzept des mit 700 000 Euro dotierten Turniers, auf den Nachwuchs zu setzen. So gibt es eigens eine U-25-Wertung, in die die Ergebnisse aus den Prüfungen der Großen und Mittleren Tour einfließen. „Die jungen Reiter sind mit viel Herzblut dabei, wollen es unbedingt schaffen. Und unbeschriebene Blätter sind sie ja auch nicht mehr, sie haben sich im Junioren-Bereich ja schon etabliert. Die Mischung macht es aus, und die passt. Das weiß auch das Publikum zu schätzen“, sagt Oliver Schulze Brüning.

Apropos Publikum: Der Vorverkauf lief in den vergangenen Wochen wie in den Jahren zuvor auch einmal mehr vielversprechend, eine Menge Tickets haben schon den Besitzer gewechselt. „Doch draußen bleiben“, so verspricht Schulze Brüning, „muss keiner.“ Daher gibt es für jeden Veranstaltungsbereich noch Restkarten, dazu kommen Rückläufer. Und für die Ausstellungshalle samt Abreiteplatz und die Messehalle Nord, wo die Dressurprüfungen stattfinden, sind auch noch Tickets zu haben.

Mit Blick auf die Starterliste sollte sich ein Besuch am Viereck auf alle Fälle lohnen. Mit Ingrid Klimke, Helen Langehanenberg (beide RV St. Georg Münster) und Dorothee Schneider satteln drei Reiterinnen aus dem Olympia-Kader ihre Pferde, dazu feiert die Team-Olympiasiegerin Kristina Bröring-Sprehe das Comeback nach ihrer Babypause in Münster. Eine starke Konkurrenz, wie auch Charlott-Maria Schürmann feststellt. „Das Feld ist Wahnsinn. Da sind viele tolle Paare dabei, und Kristina wird sicher auch angreifen“, sagt die 27-Jährige, die ihren routinierten, nun 17 Jahre alten Hengst Burlington auf der Großen Tour präsentiert. „Münster liegt mir eigentlich immer ganz gut. Mal sehen, für was diesmal für uns dabei herauskommt.“

Neben der Special- und der Kür-Tour auf Grand-Prix-Niveau bietet der K+K-Cup auch noch den Nachwuchspferden eine Bühne – beim für fünfjährige Pferde ausgeschriebenen LVM-Youngster-Championat, das nach acht Qualifikationsturnieren nun in der Halle Münsterland mit dem Finale der besten acht am Sonntagmorgen seinen Abschluss findet.

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