K+K-Cup: Sieg in der Bauernolympiade
Westbevern meldet sich zurück – Albachten wird Dritter

Münster -

Im vergangenen Jahr musste sich der so erfolgsverwöhnte RV Gustav Rau Westbevern geschlagen geben, der RV Nienberge-Schonebeck hatten den Rekordchampion der Bauernolympiade entthront. Der Wachwechsel aber dauerte nur ein Jahr an, nun meldete sich die Equipe von Tanja Alfers zurück an der Spitze. Ganz ohne Zittern aber ging es auch im abschließenden Springen nicht.

Samstag, 11.01.2020, 14:26 Uhr aktualisiert: 12.01.2020, 20:55 Uhr
Mit seiner herausragenden Kür legte der RV Gustav Rau Westbevern den Grundstein für seinen 37. Sieg bei der Bauernolympiade.
Mit seiner herausragenden Kür legte der RV Gustav Rau Westbevern den Grundstein für seinen 37. Sieg bei der Bauernolympiade. Foto: Jürgen Peperhowe

In der vergangenen Dekade hat der RV Gustav Rau den Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster dominiert, von 2012 bis 2018 stockte der Rekordsieger sein Erfolgskonto auf 36 auf. Und nun, nach der Wachablösung im Vorjahr durch den RV Nienberge-Schonebeck, ist Westbevern zurück und leitet mit dem 37. Triumph das neue Jahrzehnt ein. Mit der Höchstwertung im Springen und daher 101,10 Punkten ließ die Equipe von Tanja Alfers den RV St. Georg Saerbeck (99,38 Zähler) hinter sich, der alte Vize ist damit auch der neue. Über den dritten Platz jubelte der RV Albachten (97,72), noch hinter dem RV Roxel (94,91) reihte sich Nienberge-Schonebeck (94,83) ein.

Ohne erhöhten Puls und schnellen Herzschlag geht die dritte Teilprüfung der Bauernolympiade nur selten über die Bühne. Und so fieberten Familien und Freunde der Reiter eifrig mit, dabei lagen Jubel und Enttäuschung eng beieinander. Ein erstes Achtungszeichen setzte der RV Rinkerode, der sich dank vier fehlerfreier Ritte von Rang neun auf sechs vorschob. Nun nahm das Springen Fahrt auf, die Verteilung der vorderen Plätze hatte begonnen.

Einen solchen ergatterten sich die Roxeler, für die Marlene Lienesch und Marie Schulze Topphoff zwei Nuller beisteuerten – und die so noch an Schonebeck vorbeizogen. Allerdings hatte der Vorjahressieger auch gehörig Pech im Parcours: Nach dem tadellosen Ritt von Marie Krimpmann fiel bei Jennifer Rotert, Melanie Geßmann und Tim Scheunemann jeweils am letzten Sprung die Planke. Ärgerlich, ein möglicher Angriff auf die Spitze war damit gescheitert.

Den aber unternahm Albachten. Erst zaghaft nach den Fehlern von Kim Schulze Hillert und Ines Loucini, dann nachhaltig durch Sophie Holkenbrink, Valerie Kampe (sie gewann die Einzelwertung) und Lena Farwick, die allesamt das Bestergebnis einfuhren. Die vorläufige Führung, die allerdings nur fünf Reiter bestand hatte. Die kamen allesamt aus Saerbeck und hielten Wort: „Wir wollten angreifen, das haben wir getan. Aber mein Herz schlug mir schon bis zum Hals während der Prüfung. Es ist einfacher, selber zu reiten als danebenzustehen“, sagte Mannschaftsführerin Christina Nordhues. „Wir haben Westbevern unter Druck gesetzt und es bei ihnen bestimmt noch einmal kribbeln lassen.“ Paulina Börgel, Antonia Beekmans, Julia Schlerka und Josefine Börgel bügelten Julina Liebrechts 16-Punkte-Ritt aus und warfen damit den Fehdehandschuh in Richtung Westbevern.

Vier aus sechs hieß es nun für die nach Dressur und Kür führende Mannschaft, einen Abwurf als Puffer hatte die Alfers-Equipe, für die Christian Schulze Topphoff und Kathrin Kolkmann zunächst für Ruhe sorgte. „Das hatten wir so geplant. Gut, dass es dann auch so geklappt hat“, erklärte Alfers. So ganz ohne Anspannung und Zittern aber kamen die Westbeverner nicht aus. Sabine Schulze Beckendorf und Simone Baune leisteten sich Fehler, es wurde noch einmal eng. „Wir wussten zwar, dass wir noch gute Springpaare am Ende hatten. Aber etwas nervös sind wir schon geworden“, gestand Alfers. Die Nerven beruhigten sich jedoch schnell wieder, der erste Matchball saß ganz champion-like. Die routinierte Karin Schulze Topphoff, im vergangenen Jahr Siegerin in der Einzelwertung, pilotierte ihre Stute Lucy Ann fehlerfrei durch den Parcours mit neun Hindernissen bei zehn Sprüngen und machte damit die Rückkehr auf Platz eins perfekt. Dass im Anschluss Nina Stegemann mit Calimera As das Ergebnis optimierte, rundete den von Dressur bis Springen hervorragenden Standarten-Wettkampf Westbeverns ab. „Wir sind super zufrieden, waren in allen drei Teilprüfungen sehr gut unterwegs. Das mussten wir aber auch sein, denn ­Saerbeck war nah dran“, schickte Alfers auch ein Kompliment an den knapp geschlagenen Konkurrenten. Und der versprach: „Wir kommen nächstes Jahr wieder.“ Dann lauten die Fragen: Wer schiebt Westbevern vom Thron? Oder prägt der Verein aus Telgte auch diese Dekade?

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