Volleyball: 3. Liga
Junge Wilde des TSC Gievenbeck im Pech

Münster -

Wenn das Spiel es hergibt, dann kann man sich auch mal über eine Niederlage freuen: Axel Büring befand, dass der Auftritt seiner Schützlinge beim unglücklichen 2:3 gegen die Tecklenburger Land Volleys abgesehen vom Ergebnis ein solches Spiel war.

Sonntag, 12.01.2020, 14:04 Uhr aktualisiert: 12.01.2020, 20:55 Uhr
Moritz Lembeck und Torsten Mühlemeier (r.) vom TSC Gievenbeck stemmen sich hier gegen den Angriff von Frederik Frehe aus Tecklenburg.
Moritz Lembeck und Torsten Mühlemeier (r.) vom TSC Gievenbeck stemmen sich hier gegen den Angriff von Frederik Frehe aus Tecklenburg. Foto: Peter Leßmann

Auch im Rückspiel beugte sich der Viertletzte dem Vierten. Und doch war beim 2:3 des TSC Gievenbeck gegen die Tecklenburger Land Volleys im Vergleich zum 0:3 im September ein himmelweiter Unterschied zu konstatieren. Das Saisonspiel Nummer 13 der münsterischen Drittliga-Volleyballer belegte Potenzial und Entwicklung.

„Wir haben da eine geile Truppe zusammen“, sagte Coach Axel Büring . Der Routinier war spürbar angetan. „Wir haben erstmals überhaupt einen Punkt gegen die Tebus gewonnen.“ 25:18, 19:25, 22:25, 25:19 und 13:15 endeten die leidenschaftlich umkämpften Sätze. Die abgezockter zupackenden Gäste um Coach Mathias Rusche hatten, nimmt man die Benimm-Regeln zum Maßstab, ein paar Aussetzer.

120 Zuschauer in der Mosaikschule hielten 107 Spielminuten durch und fieberten mit dem TSC-Kader, aus dessen 14er Aufgebot ein Dutzend Akteure an den Ball und in die Verantwortung kam. Büring lässt die Zukunft spielen, auch wenn er dieselbe nicht mehr steuern wird. „Mein Nachfolger kann sich freuen, eine solche Truppe übernehmen zu dürfen. Die Jungs werden immer besser. Und unsere gemeinsame Zeit ist noch nicht zu Ende“, sagte der 52-Jährige.

Im Gegensatz zum in nur 64 Minuten durchlittenen Hinspiel agierten der 17-jährige Zuspieler Moritz Lembeck und Kollegen direkt mutig und selbstbewusst, über außen punkteten Aaron Zumdick und der später zum wertvollsten Gievenbecker gekürte Marvin Weichert. Über 14:9 und 22:15 dominierte die Kecken, schlagfertig und mit hohem Aufschlagdruck.

Jetzt wussten die Tecklenburger, was zu tun ist, schlugen besser auf und drehten konzentriert das 16:18 zum 25:19. Lars Fischer, der wuchtig agierte, münzte zwischenzeitliche Unzufriedenheit in ein paar Verbalnoten Richtung Gegner um. Sein TSC-Gegenüber Thorsten Mühlemeier ließ sich das nicht gefallen. Überhaupt reklamierten und lamentierten die Laggenbecker wiederholt und nervten Schiedsrichter und Gegner.

Den hektischen und von (Aufschlag-)Fehlern durchsetzten dritten Satz gewann der besser blockende Gast 25:22. Büring brachte mit Mathias Rehse und Tim Wahl die nächsten Youngster, auch löste Jonas Larisch dann und wann Libero Konstantin Holtstiege ab. 12:6 und 22:18 führten die wieder druckvollen TSC-Mannen und blieben in der Spur. Mit einem Ass machte Zumdick am Ende klar, wer den Durchgang zu gewinnen dachte – die angereisten Favoriten mussten sich in den fünften Satz knien. „Lernen sollten wir noch, den Kopf länger hoch zu halten“, sagte Büring auch angesichts des Tiebreaks, den die Tebus um die fähigen Sebastian Gartemann (Zuspiel) und Maximilian Pelle (Libero) über 7:3 und 13:10 gewannen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7186803?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
„Ich wusste nie, wo ich dazugehörte“
Als Jugendlicher fühlte Sebastian Goddemeier sich nirgends so richtig zugehörig.
Nachrichten-Ticker