Reiten: K+K-Cup 2020
Oliver Schulze Brüning: „Es geht nur um Kleinigkeiten“

Münster -

Der K+K-Cup 2020 ist Geschichte. Und hat wie immer seine ganz eigene geschrieben. 30 000 Zuschauer frequentierten die Halle Münsterland – und können nicht täuschen. Das Event überzeugt seit vielen Jahren mit seinem bewährten Konzept.

Montag, 13.01.2020, 16:34 Uhr aktualisiert: 14.01.2020, 14:35 Uhr
Anabel Balkenhol war in der Dressur Bestandteil des K+K-Cups.
Anabel Balkenhol war in der Dressur Bestandteil des K+K-Cups. Foto: Jürgen Peperhowe

Als Oliver Schulze Brüning am Montagvormittag den Zentralschlüssel der Halle Münsterland ordnungsgemäß wieder abgegeben hatte, konnte er einen weiteren Haken hinter den K+K-Cup 2020 machen. „Das Großereignis ist geschafft, jetzt geht es an die Nachbereitung und die Aufarbeitung. Es gibt immer Kleinigkeiten, die wir verbessern können. Ich bin immer offen für Kritik“, sagte der Turnierchef und Vorsitzende des gastgebenden Reiterverbandes Münster.

Mehr als diese Kleinigkeiten aber sind es nicht, die zu optimieren sind. In der Gesamtheit überzeugte das Traditionsturnier einmal mehr mit seinem stimmigen wie bewährten Konzept, den Spitzensport in Springen und Dressur mit der ländlichen Reiterei aus der Region sowie einem Showprogramm zu vereinen. „Ich denke, dass unser Angebot so sehr gut ist. Die Resonanz ist super, von Reitern und Zuschauern. Ich bin sehr zufrieden“, sagt Schulze Brüning.

Mit Recht, viele Wünsche ließen die fünf Tage am Albersloher Weg nicht offen. Die Dressur mit drei Reiterinnen aus dem Olympia-Kader von Bundestrainerin Monica Theodorescu sowie Top-Reiterinnen wie Anabel Balkenhol, Kristina Bröring-Sprehe oder der aufstrebenden Jil-Marielle Becks war nominell stark besetzt und hielt, was sie versprach. Und dass im Parcours die ganz großen Namen aus der internationalen Szene fehlten, tat den Springprüfungen keinen Abbruch. Gerade die U-25-Generation, auf die Schulze Brüning setzt und die beim K+K-Cup regelmäßig ihre Chance erhält, sorgte sportlich für Aufsehen. Die Top-Drei des Großen Preises mit dem belgischen Duo Andres Vereecke (22) und Gilles Thomas (21) sowie Philipp Schulze Topphoff (21) gehören alle zu den jungen Wilden, die den Etablierten um den deutschen Meister Felix Haßmann, den nationalen Vize Jan Wernke oder etwa Mario Stevens und Tobias Meyer mehr als nur einheizten. „Das Podium passt perfekt zu uns, und es ist ein Zeichen, dass auch die U-25-Reiter super Sport zeigen. Wir müssen bei der riesigen Konkurrenz in der Turnierlandschaft unseren Weg finden und unsere Stärken herausstellen. Dazu gehört, auf die Jugend zu bauen“, sagt Schulze Brüning, der von vielen Reitern ein positives Feedback erhalten hatte. „Man merkt, dass es ihnen Spaß gemacht hat, in Münster zu reiten. Und für uns kann es nur gut sein, wenn sie es auch nach außen tragen“, meint der Turnierchef.

Und wenn die Reiter Spaß haben und die Pferde sich wohlfühlen, überträgt sich dies auf die Stimmung im Publikum, das an allen fünf Tagen zahlreich erschien – über 30 000 Zuschauer fanden den Weg an den Albersloher Weg. Das Rundum-Paket passt, auch die nicht zu 100 Prozent Reitsport-affinen Gäste kommen zum K+K-Cup und genießen die Atmosphäre in der Messehalle oder am Abreiteplatz.

Zudem trifft das Showprogramm mit dem Gespannfahren am späten Freitag- und ganz besonders mit dem Kostümspringen am Samstagabend punktgenau den Nerv. „Die Leute warten und freuen sich darauf“, sagt Schulze Brüning, der mit der Entscheidung, seit 2016 auf verkleidete Reiter in einer Springprüfung statt auf ein Mächtigkeitsspringen zu setzen, goldrichtig lag. „Wir hatten zwei Chancen: Entweder es läuft sich nach zwei Jahren aus, oder es wird ein Hype.“ Letzteres ist es geworden, Reiter und Zuschauer haben es richtig angenommen. Wie etwa Philipp Hartmann, der im Helene-Fischer-Outfit für das beste Kostüm prämiert wurde. Akribisch bereitete sich der Münsteraner mit seiner Tanzcrew vor, sogar die Idee, jemanden von der Hallendecke abzuseilen, geisterte kurzfristig herum – wurde aber abgelehnt. „Das wäre auch blöd gewesen, dann hätte er ja schon ab 18.30 Uhr da hängen müssen“, sagte Hartmann, dem der Spaß wahrhaftig anzusehen war. Und da war er nicht alleine.

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