Handball: Landesliga
Münster 08 lässt 39 Tore sprechen und Hörste abblitzen

Münster -

Wer sich am frühen Sonntagabend entschied, in die Halle Ost zu kommen, bereute das nicht. Denn der SC Münster 08 und die TG Hörste boten beim 39:33 für die Gastgeber ein echtes Torfestival. Der Gewinner beißt sich mehr und mehr nahe der Tabellenspitze fest.

Sonntag, 19.01.2020, 19:56 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 14:52 Uhr
Jan-Philipp Meyer
Jan-Philipp Meyer Foto: Peter Leßmann

Trefferrekord in der Osthalle: In der Handball-Landesliga hat sich der SC Münster 08 zum Hinrundenschluss mit dem 39:33 (20:17) astrein aus der Affäre gezogen und die aufstrebende TG Hörste aus Halle auf Distanz gehalten. Das erste von vier aufeinanderfolgenden Heimspielen wurde zum Festival der Rückraum-Asse – und des Kreisläufers.

Trainer Andreas Helftewes mochte es kaum sagen, aber der an der Linie oft bestens eingesetzte achtfache Torschütze Jan-Philipp Meyer , per Doppelspielrecht auch für Verbandsligist Hüllhorst im Einsatz, muss demnächst öfter für den Klassenhöheren ran. „Ich denke, wir haben ihn vorerst zum letzten Mal hier gesehen“, so Helftewes über den geschickten Zweikämpfer, der auch defensiv bärenstark agierte.

Was nötig war und vom Innenblock der Nullachter beherzigt wurde. Hörste wartete mit dem Ausnahmespieler Silvan Tarner auf, dessen Wurfwucht und -präzision gefürchtet ist. Von 13 Treffern erzielte er aber sieben per Siebenmeter – seine Quote aus dem Spiel heraus hielten die Nullachter im Rahmen. „Gegen diesen Gegner sind 33 Treffer absolut okay“, sagte Helftewes, der seine Akteure vorne ins Risiko und die direkten Duell preschen ließ. Die 6:0-Abwehr der TG stand mit den Hacken am Kreis in der Hoffnung, aus dem Rückraum würde nicht viel kommen. Falsch gedacht.

Das durchweg enge Spiel sah zunächst auch Nullacht-Keeper Lukas Boden besser reagieren als das TG-Duo. 14:12 und 16:12 setzten sich Jonas Bittern und Kollegen erstmals ab, auch weil Rückraumspieler Linus Witzenhausen kam und mit seiner Athletik sowie guten Zuspielen für Kreisläufer Meyer überzeugte. Nach dem Wechsel stand der Gastgeber aber minutenlang neben sich. Hörste nutzte per 4:0-Lauf technische Patzer.

Aber Männer wie Lasse Gehmeyr im Rückraum rappelte sich wieder auf, statt zu verzagen. Immer wieder lief der Ball klug bis zum besser Postierten. Die ansonsten starken Außen Sven Lüdiger und Jorma Kramer bekamen vergleichsweise wenige Szenen – der Rückraum dominierte halt an diesem Tag. Da auch Bittern vom Punkt souverän blieb und das 31:27 zehn Minuten vor Schluss den Grundstein legte, störte die am Ende offensive 4:2-Abwehr der TG nicht mehr.Tore:Bittern (8/6), J.-P. Meyer (8), Gehmeyr, Witzenhausen (je 7), Kramer (3), Kamp, Sibbersen (je 2), Lüdiger, Schütte (je 1)

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