Volleyball: Bundesliga Frauen
USC reist im Höhenflug in die Wolfsgrube von Suhl

Münster -

Der USC Münster ist nach einer sehr mäßigen Hinrunde im neuen Jahr auf Kurs. Zwei umjubelten Tiebreak-Erfolgen soll nun ein Sieg beim Schlusslicht folgen. Der VfB Suhl hat nur noch einen neunköpfigen Kader und ist in der heimischen Wolfsgrube nur Außenseiter.

Freitag, 24.01.2020, 15:59 Uhr aktualisiert: 25.01.2020, 20:51 Uhr
Hoch hinaus will Luisa Keller mit dem USC in Suhl. In der Wolfsgrube peilen die Unabhängigen den dritten Sieg in Serie an.
Hoch hinaus will Luisa Keller mit dem USC in Suhl. In der Wolfsgrube peilen die Unabhängigen den dritten Sieg in Serie an. Foto: Jürgen Peperhowe

Es ist schon ein kleiner Höhenflug, auf dem sich der USC Münster im ersten Monat des neuen Jahres befindet. Erst der Sieg beim Deutschen Meister Stuttgart, dann die erfolgreiche Aufholjagd gegen die Ladies in Black Aachen – es geht schlechter. Nun könnten die beiden Tiebreak-Erfolge ausgebaut werden zu einer Siegesserie, am Samstag (19 Uhr) beim VfB Suhl soll jetzt unbedingt der dritte Streich 2020 folgen.

Selbstbewusst gehen die Unabhängigen die Aufgabe in Thüringen an, sie haben nicht erst durch die jüngsten vier Punkte die Favoritenrolle auf ihrer Seite. Der VfB ist mit nur vier Zählern (3:0 gegen SW Erfurt, 2:3 gegen den VC Wiesbaden) das Schlusslicht der Bundesliga, der Abstand auf Münster und damit auf die Playoff-Plätze beträgt bereits satte zehn Punkte. Schlechte Aussichten für die Mannschaft von Trainer Mateusz Zar­czynski, dem nach dem verletzungsbedingten Ausfall der zweiten Zuspielerin Katerina Valkova und dem Abgang von Diagonalangreiferin Victoria Foucher nur noch neun Spielerinnen zur Verfügung stehen.

Ein Spaziergang also für den USC? Bei dieser Frage hebt USC-Trainer Teun Buijs mahnend den Zeigefinger. „Es wird nicht einfach. Im vergangenen Jahr haben wir nur 3:2 dort gewonnen. Und auch im Hinspiel waren zwei Sätze sehr umkämpft“, sagt der niederländische Coach. „Wir müssen besser anfangen als gegen Aachen und gleich Druck machen. Dann haben wir gute Möglichkeiten zu gewinnen.“

Die Qualität, drei Punkte aus der Wolfsgrube mitzunehmen, haben die Grün-Weißen zweifellos. Den in den beiden jüngsten Spielen gezeigten Aufwärtstrend wollen sie fortführen und nachlegen. „Wir haben uns im Training viele Dinge erarbeitet, die nun besser funktionieren“, sagt Buijs.

Dabei hat sich eine klare Startformation gefunden, die aber von außen immer wieder Impulse erhält. Wie gegen Aachen von Zuspielerin Sarah van Aalen und Luisa Keller oder in Stuttgart von Juliane Langgemach oder Johanna Müller-Scheffsky. Buijs: „Unsere Stärke sind derzeit unsere Wechselmöglichkeiten, wir haben viele Optionen.“

Von diesen kann der Coach auch in Suhl Gebrauch machen, Ausfälle verzeichnet er in seinem zwölfköpfigen Aufgebot nicht. „Alle an Bord“ hieß es, als der USC-Tross am Freitagmittag mit dem Bus in Richtung Osten aufbrach – und der natürlich zu gerne auch im Höhenflug am späten Samstagabend die Heimreise an den Berg Fidel antreten würde.

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