Volleyball: Bundesliga Frauen
USC machtlos gegen die Schweriner Hochgeschwindigkeit

Münster -

Ein bisschen trüb war die Stimmung schon unter den Spielerinnen des USC Münster. Die 0:3-Schlappe gegen den SSC Palmberg Schwerin fiel schon extrem deutlich aus. Ein Grund: der schwache Aufschlag der Gastgeber, der nie Druck erzeugte.

Montag, 10.02.2020, 08:36 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 11:43 Uhr
Sah seine Schützlinge gegen die bärenstarken Schwerinerinnen chancenlos: USC-Coach Teun Buijs
Sah seine Schützlinge gegen die bärenstarken Schwerinerinnen chancenlos: USC-Coach Teun Buijs Foto: Jürgen Peperhowe

Vielleicht war es das Sturmtief „Sabine“, das den SSC Palmberg Schwerin antrieb. Es schien, als wolle der deutsche Vizemeister so wenig Zeit wie möglich am Berg Fidel verbringen und sich zügig und vor dem Höhepunkt des Unwetters wieder aus Münster verabschieden. 76 Minuten Volleyball, ab unter die Dusche und zack zurück in die Heimat. „Was Schwerin auszeichnet, ist das extreme Tempo“, sagte Barbara Wezorke , Kapitänin des USC Münster – und meinte damit nicht die schnelle Abreise, sondern vielmehr das beeindruckende Spiel der Gäste.

Die Grün-Weißen hatten keinen Zugriff auf den SSC, der sich als Souverän präsentierte. Die Annahme um Justine Wong-Orantes wackelte nicht eine Sekunde lang, keinen einzigen Servicewinner schlug Münster. „Unser Aufschlag war nicht so stark, als dass wir die Schweriner hätten gefährden können. Sie waren zu gut“, so Trainer Teun Buijs .

Aus dem ersten Ballkontakt heraus zog der SSC dann sein variables Hochgeschwindigkeitsspiel auf, das der USC nicht in den Griff bekam. Immer wieder fand Regisseurin Britt Bongaerts, die „verdient“ (Wezorke) als wertvollste Spielerin ausgezeichnet wurde, zuverlässige Abnehmerinnen für ihre Pässe. Münsters Block hatte Schwierigkeiten hinterherzukommen und die Finger an die Angriffe von Mckenzie Adams (17 Zähler), Greta Szakmary (11), Lauren Barfield (10) oder Kimberly Drewniok (9) zu bekommen. „Schwerin war gut auf uns eingestellt und hat sein Spiel solide durchgezogen“, meinte dann auch Münsters Angreiferin Liza Kastrup, die mit zehn Zählern hinter Lina Alsmeier (12) zweitbeste Scorerin der Unabhängigen war. „Aber wir haben uns ordentlich präsentiert, auch wenn es schön gewesen wäre, hätten wir die Sätze enger gestalten können.“

Dafür aber waren die Gäste zu gut, wie ein Blick auf die prominent besetzte Bank noch verdeutlicht. Dort tummelte sich mit den kurz eingesetzten Louisa Lippmann und Denise Hanke, mit Marie Schölzel und Anna Pogany ein Quartett der Nationalmannschaft. Auch die niederländische Internationale Nicole Oude Luttikhuis betrachtete das Geschehen von außerhalb. Oder um es mit Buijs zu sagen: „Sie waren zu gut für uns.“

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