Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets richten den Blick auf Platz zwei

Münster -

Die ersten Rechenaufgabe haben die WWU Baskets Münster mit Erfolg gelöst: Sie sind auch im zweiten Pro-B-Jahr in den Playoffs dabei. Die zweite folgt nun: Wie lässt sich die Ausgangslage für die K.o.-Spiele noch verbessern?

Montag, 10.02.2020, 17:08 Uhr aktualisiert: 11.02.2020, 14:16 Uhr
Auch in Bedrängnis mit Durchblick: Stefan Weß und die WWU Baskets peilen in der Nordstaffel der Pro B Platz zwei an.
Auch in Bedrängnis mit Durchblick: Stefan Weß und die WWU Baskets peilen in der Nordstaffel der Pro B Platz zwei an. Foto: fotoideen.com

Um kurz nach Mitternacht waren die WWU Baskets Münster wieder wohlbehalten zurück aus dem Norden in Münster und hatten damit die Heimfahrt über die A 1 durch das Sturmtief „Sabine“ gut überstanden. „Es hat ein bisschen gewackelt, aber es hat alles gut geklappt“, sagte Trainer Philipp Kappenstein . Seine Aussage könnte man nahezu eins zu eins auf den sportlichen Teil der Auswärtsreise übertragen, auch der 96:84 (52:45)-Erfolg beim SC Rist Wedel war erfolgreich – aber nicht frei von einem Wackler in der Endphase.

Als „Big Point“ und „super wichtigen Erfolg“ hatte Kappenstein den fünften Sieg in Serie bezeichnet, mit dem die Baskets nicht nur den SC Rist entscheidend distanzierten, sondern sich drei Spieltage vor dem Hauptrunden-Ende als Tabellendritter ein vier Punkte dickes Polster auf die Verfolger auf den Plätzen vier bis acht zugelegt haben. „Der Spieltag ist für uns perfekt gelaufen“, erklärte der Coach mit Blick auf die Niederlagen von Dresden, den Sixers aus Sandersdorf, Bochum und Bernau. Für die Baskets geht es damit nun um die Ränge zwei bis fünf – und damit um die Frage, ob und wie lange sie in den Playoffs (best of three) im entscheidenden Spiel Heimrecht genießen. Als Zweiter hätte Münster diesen Vorteil bis mindestens ins Viertelfinale, als Dritter oder Vierter zumindest in der Runde der besten 16.

Dabei hat es die Kappenstein-Truppe in der eigenen Hand, sich als Hauptrunden-Meister des Vorjahres in diesem Jahr den Vizetitel in der Nordstaffel zu sichern. Mit einem Sieg mit mehr als acht Zählern Vorsprung gegen die Baskets Schwelm, die am Samstag (19,30 Uhr) am Berg Fidel gastieren. „Das ist ein kleines Endspiel um Platz zwei“, sagte Kappenstein.

Dieses haben sich die Münsteraner dank der stetigen Steigerung in den vergangenen Wochen erarbeitet, den Aufwärtstrend bestätigten sie über weite Strecken in Wedel. Einzig im vierten Viertel gab es nach dem 86:69 von José Medina eine „kleine Zitterphase“, wie der gut aufgelegte Center Helge Baues die Minuten bis zum 89:84 nannte. „Da haben wir es etwas schleifen lassen, haben aber den Sack zugemacht“, fügte der seit Wochen in beständig guter Form agierende Stefan Weß hinzu. Das Duo und der überragende Marck Coffin, der die sieben letzten Zähler markierte, waren es, die Münster damit eine exzellente Ausgangslage im Schlussspurt verschafften.

Inwieweit die Baskets komplett in die finale Phase gehen können, ist noch offen. Medina muss nach einem Schlag ins Gesicht zwei Cuts auskurieren, sein Aufbaukollege Jasper Günther kehrte mit einem dicken Knöchel zurück nach Münster. „Ich hoffe, dass es nicht allzu schlimm ist“, sagte Kappenstein am Montag. Ein bisschen Zeit, sich für das Schwelm-Spiel zu kurieren, bleibt ja noch.

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