Handball: Verbandsliga Frauen
Kinderhaus geht gelassen ins Spitzenspiel

Münster -

Gelassen blicken die Frauen von Westfalia Kinderhaus auf das Spitzenspiel beim punktgleichen Verfolger Coesfeld. Auch Trainer Florian Ostendorf bleibt völlig entspannt. „Es wird da ja nichts entschieden. Jeder der Titelanwärter bestreitet auch danach noch sieben Spiele“, sagt er.

Donnerstag, 13.02.2020, 16:48 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 14:52 Uhr
Klare Ansagen: Florian Ostendorf ist seit Dezember 2016 Trainer der Westfalia-Frauen.
Klare Ansagen: Florian Ostendorf ist seit Dezember 2016 Trainer der Westfalia-Frauen. Foto: Riemenschneider

Es ist das Gipfeltreffen, aber beileibe kein Endspiel. In der Verbandsliga sind an diesem Samstag (Anpfiff 17 Uhr) die Handballerinnen von Eintracht Coesfeld und des SC Westfalia Kinderhaus verabredet. Gemeinsam führen sie mit je 21:7 Punkten das Klassement an. Im Hinspiel trennten sie sich 29:29, diese Mannschaften liegen kuschelig nahe beieinander, doch im sportlichen Streit um den Titel dürfen sich auch noch andere Hoffnungen machen. Zumindest Teutonia Riemke (20:8) und der Lüner SV (18:10) befinden sich noch in Schlagdistanz. Und deshalb spielt vor dem Spitzenduell im Westfalia-Lager auch niemand verrückt. „Wir freuen uns auf die Begegnung. Aber es gibt auch noch sieben weitere danach“, sagt Trainer Florian Ostendorf .

Ohnehin führen Westfalias Frauen seit Saisonbeginn eine eigene Tabelle. Punkte spielen dabei keine Rolle, es geht um Boni. „Für besonders gute Abwehr- oder Angriffsleistungen etwa“, erklärt Ostendorf, „oder wenn taktische Maßnahmen konsequent umgesetzt werden.“ In diesen Fällen rollt der Coach die lange Leine aus und schenkt seinen Schützlingen im Training Zeit, „in der die Mannschaft selbst bestimmen darf, was sie machen möchte.“

In dieser Woche wird dies kaum der Fall gewesen sein. Letzten Samstag quälte sich der Liga-Primus zu einem 26:25-Erfolg über den Vorletzten Brambauer. Vielleicht ein wichtiges Warnsignal nach zuvor bereits fünf Siegen in Serie. Ostendorf weiß, „dass du in dieser Liga nichts geschenkt bekommst. Jeder Gegner kann gefährlich sein.“ Coesfeld ist es ganz sicher, im Hinspiel lag das Team durchgängig vorn, zwischenzeitlich sogar mit sechs Toren. Erst in letzter Sekunde gelang Alexa Beckmann der umjubelte Ausgleich. „Wir haben den Punkt damals wirklich sehr gern genommen, verdient war er nicht. Eigentlich sind wir erst nach dem Wechsel ins Rollen gekommen. Diesmal sollten wir besser direkt hellwach sein“, sagt Ostendorf.

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