Fußball: 3. Liga
Preußen-Trainer Hildmann hat gegen Würzburg viele Aufstellungsoptionen

Münster -

Gegen die Würzburger Kickers braucht Preußen Münster dringend einen Sieg, zumindest die personellen Voraussetzungen hierfür stimmen. Das bedeutet für Trainer Sascha Hildmann aber auch, dass er einige seiner Spieler enttäuschen muss.

Donnerstag, 13.02.2020, 17:10 Uhr aktualisiert: 13.02.2020, 20:02 Uhr
Kevin Rodrigues Pires (r.) verletzte sich in Kaiserslautern an der Schulter, kann aber wieder spielen.
Kevin Rodrigues Pires (r.) verletzte sich in Kaiserslautern an der Schulter, kann aber wieder spielen. Foto: Jürgen Peperhowe

Eine Menge lief in dieser Saison schief für Preußen Münster. 14 Spiele ohne Sieg, Gegentorfluten, enteilende Konkurrenten, Personalfehlgriffe. In einem Punkt können sich die Adler aber nicht beschweren. Verletzungsepidemien blieben ihnen weitgehend erspart. Auch im Februar, da die Spiele weniger werden und die Zeit immer knapper erscheint, besitzt Trainer Sascha Hildmann eine Reihe Alternativen, auf einigen Positionen herrscht vor dem Heimspiel gegen die Würzburger Kickers an diesem Freitag (19 Uhr) sogar ein Überangebot. Bis auf Rekonvaleszent Jannik Borgmann und U-23-Brückenspieler Joel Grodowski ist der gesamte Kader einsatzbereit. Für sieben Akteure, auch Ersatzkeeper Oliver Schnitzler, bleibt nur die Tribüne, einstigen Stammkräften wie Simon Scherder und Ole Kittner die Bank.

„Die Mannschaft braucht Sicherheit"

Coach Sascha Hildmann macht kein großes Geheimnis daraus, dass er im Vergleich zum 1:1 in Kaiserslautern wenig ändern wird. „Die Mannschaft braucht Sicherheit. Warum ein funktionierendes Gebilde auseinanderreißen?“ Die Schulterblessur von Kevin Rodrigues Pires ist ausgestanden, in der Fünferkette gibt es wenig Grund für Umstellungen. Der auf dem Betzenberg nicht eingesetzte Philipp Hoffmann („Er war geknickt, sollte eigentlich für 20 Minuten reinkommen“) muss sich gedulden. Einzig Seref Özcan („Ein Krieger, ein guter Junge, der sich zerreißt“) kann vorne auf die Startelf hoffen. „Es ist ein Hauen und Stechen“, sagt Hildmann. „Der Konkurrenzkampf tobt.“Einen schweren Stand hat nicht erst seit seinem Infekt in der Vorwoche Nico Brandenburger. Dabei schätzt der Coach die Lauf- und Kampfbereitschaft des 25-Jährigen, der schon in der Hinrunde meist Reservist war. „Im Training ist er richtig gut, aber wenn wir mit einer Fünferkette spielen, denken ja fünf Leute schon mal defensiv. Da ist es mir wichtig, technisch versierte Jungs davor zu haben, die den guten Pass nach der Balleroberung spielen.“ Derzeit sind also eher Fridolin Wagner und Rodrigues Pires, mit denen zumindest in diesem Jahr noch kein Spiel verloren ging, gefragt. „Die Konkurrenz ist groß. Aber seine Zeit wird auch kommen“, so Münsters Trainer.

Spiel trotz Regen nicht gefährdet

Dass ein Sieg gegen die Mainfranken im Grunde mal wieder Pflicht ist bei aktuell sieben Zählern Rückstand aufs rettende Ufer, muss niemand erwähnen. Der Coach will ihn aber keineswegs als Selbstverständlichkeit verstanden wissen. „Die Würzburger sind richtig gut drauf und haben eine sehr spielstarke Mannschaft, die immer von hinten aufbaut. Das dürfen wir gar nicht erst zulassen.“ Der nach den Regenfällen sehr nasse Platz – das Spiel war Stand Donnerstagnachmittag nicht gefährdet – könnte daher eher den Preußen entgegenkommen. „Ich werde mir noch Gedanken machen, welche Rolle der Rasen spielt“, sagt Hildmann. Ein anderer Aspekt, den der 47-Jährige seiner Elf mit auf den Weg gibt, ist das Verhalten im offensiven Umschalten. „Da muss auch der vorletzte oder drittletzte Pass sitzen, und wir müssen mutiger nachrücken. Das ist sicher unsere Schwäche.“Viele wunde Punkte darf sich der SCP nicht mehr erlauben. Der Großauftrag Klassenerhalt verzeiht wenig. Hildmann aber bleibt Optimist: „Es wird noch sehr viel passieren bis Mai.“ Muss es aus Münsters Sicht auch. 


SCP: Schulze Niehues – Erdogan, Löhmannsröben, Steurer – Schauerte, Wagner, Rodrigues Pires, Rossipal – Özcan, Schnellbacher, Litka

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