Fußball: Westfalenliga
1. FC Gievenbeck mit viel Glück zum Dreier

Münster -

Wenn man drei Mal so viel Punkte erwirtschaftet, als man Tore schießt, dann stimmt zumindest die ökonomische Bilanz des Spiels. Der 1. FC Gievenbeck stelle das bei seinem 1:0-Erfolg über des SuS Neuenkirchen eindrucksvoll unter Beweis. Denn außer dem Ergebnis stimmte an diesem Nachmittag wenig beim FCG.

Sonntag, 16.02.2020, 19:22 Uhr aktualisiert: 16.02.2020, 22:02 Uhr
Gievenbecks
Gievenbecks Foto: Heimspiel online/Andreas Teipel

Hinter dem 1. FC Gievenbeck liegt eine ereignisreiche Winterpause. Doch trotz einer laut Coach Benjamin Heeke „hundsmiserablen“ Vorbereitung gestalteten die Gievenbecker den Auftakt mit 1:0 gegen SuS Neuenkirchen erfolgreich – auch wenn eine gehörige Portion Glück dazugehörte.

Bereits im Vorfeld war klar, dass den Zuschauern kein schönes Stück Fußball bevorstand: Nur Zehn Gievenbecker trainierten in der Vorbereitung mit. „Ich habe den Leuten abgeraten sich dieses Spiel anzuschauen“, sagt selbst Heeke. Sturmtief „Victoria“ tat ihr übriges um ein geordnetes Spiel zu verhindern. Doch die Hausherren starteten mit Rückenwind und gingen prompt in Führung: Christian Keil schnappte sich einen kata­strophalen Rückpass von Robin Krümpel und legte quer auf Maximilian Brüwer, der einschob (4.). Die Führung tat dem Gievenbecker Spiel allerdings überhaupt nicht gut. Stattdessen rückte ein ums andere Mal der Keeper Nico Eschhaus in den Mittelpunkt: Zunächst angelte er sich einen Freistoß von Yannik Grabbe (15.), dann parierte er einen Aufsetzer (36.) und einen Volleyschuss (39.) von Malte Nieweler stark. Der Ausgleich lag in der Luft, doch Neuenkirchen schwächte sich selbst. Nach einem langen Ball stoppte David Barragan Castro als letzter Mann Jannik Balz mit einer Grätsche. Der SuS-Kicker traf zwar den Ball, aber auch sehr viel des Gegenspielers. Schiedsrichter Philipp Werner wertete das Einsteigen als Notbremse (39.).

Den Gievenbecker war die Überzahl allerdings nicht anzumerken. „Das ist unerklärlich, in der zweiten Halbzeit wirkte es so, als wären die Gegner zwei Mann mehr gewesen“, so Heeke. Nach einem Querschläger von Julian Canisius verpasste Joshua Roß um ein Haar den Ausgleich (57.). Später passte Eschhaus erneut auf und klärte eine gefährlich gedrehte Eck von Roß (82.).

Erst ganz spät versprühte Gievenbeck doch noch so etwas wie Torgefahr. Der eingewechselte Tristan Niemann, der nach einer Verletzungspause seine ersten Minuten seit dem Hinspiel spielte, verfehlte das Tor knapp (85.), der ebenfalls eingewechselte Allan Seferovic jagte das Leder nur an die Latte (86.). Doch auch Neuenkirchen ließ die Knie der Gastgeber noch mal zittern: Nach einer Ecke traf Marco Diekmann aus dem Getümmel heraus nur den Pfosten (90.). Einen abgefälschten Freistoß von Roß parierte Nico Eschhaus großartig (90.).

Gievenbeck:Eschhaus – Gerbig, Strothmann, Scherr, Bergmann – Balz, Kurk, Geisler, Canisius – Brüwer (83. Seferovic), Keil (75. Niemann)

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