Volleyball: Bundesliga Frauen
USC-Trainer Buijs wird 60, hat aber keine Zeit für eine Feier

Münster -

Die Familie muss warten: Teun Buijs feiert am Montag seinen 60. Geburtstag, doch für eine Feier hat der USC-Trainer keine Zeit. Stattdessen bereitete er das Bundesliga-Team auf die kommenden Aufgaben am Mittwoch in Dresden und vier Tage später daheim gegen Straubing vor.

Montag, 24.02.2020, 14:26 Uhr aktualisiert: 25.02.2020, 14:32 Uhr
Volleyball-Profi: Teun Buijs trainiert die Bundesliga-Frauen des USC Münster im dritten jahr.
Volleyball-Profi: Teun Buijs trainiert die Bundesliga-Frauen des USC Münster im dritten jahr. Foto: Jürgen Peperhowe

Zwei Trainingseinheiten, dazu eine Videobeobachtung: Für Teun Buijs war der Montag ein Tag wie jeder andere. Dabei hätte er eigentlich allen Grund gehabt, ausgiebig zu feiern. Der USC-Coach wurde 60 Jahre alt, eine Pause nahm er sich aus diesem Anlass nicht. „Es gibt viel zu tun“, sagte der Niederländer. Vor dem Vormittags-Training nahmen sich zumindest die Spielerinnen Zeit für ein fröhliches Ständchen. Alsbald ging es danach an die Arbeit. Der USC spielt am Mittwoch in Dresden (19 Uhr) und vier Tage später daheim gegen Straubing (14.30 Uhr). Erst im Anschluss plant Buijs „eine kleine Zusammenkunft der Familie“. Tochter Anne hat er am vergangenen spielfreien Wochenende in der Türkei besucht.

Vier Spiele bestreiten die Unabhängigen noch in der Hauptrunde. Nach hinten müssen sie nicht mehr schauen, die Teilnahme an den Playoffs sollte ihnen sicher sein. Verfolger Wiesbaden patzte am Samstag beim Vorletzten Erfurt, es blieb also beim Sieben-Punkte-Vorsprung. Kaum aufholbar für die Hessen angesichts der ausstehenden schwierigen Auswärtsaufgaben in Schwerin und Dresden.

Ergo blickt Münster (20 Punkte) nach oben in der Tabelle – Straubing (24) ist noch einzuholen, Aachen (25), das noch auf die Kellerkinder Suhl und Erfurt trifft, wohl nicht. Heißt: Wenn nicht etwas sehr Außergewöhnliches passiert, schließt der USC die Hauptrunde auf Rang sieben oder acht ab. Im Playoff-Viertelfinale würde dann einer der Branchen-Riesen, Schwerin oder Stuttgart, warten.

Wohl in der Hinrunde hat es Münster versäumt, die nötigen Punkte für eine bessere Ausgangsposition zu sammeln. Zehn Zähler waren zu wenig, um im breiten Mittelfeld mitzuschwimmen, das Team verlor den Anschluss und rutschte im Klassement ab. Die Rückrunde mit dem unerwarteten 3:2-Erfolg in Stuttgart gab bislang mehr Anlass zur Freude. Und wäre da nicht der Heim-Aussetzer (1:3) gegen den Vorletzten Erfurt gewesen, würde Straubing schon jetzt den heißen Atem des USC spüren. Am Sonntag kommt es in der Sporthalle Berg Fidel zum Duell der Tabellennachbarn. Später spielt Münster noch beim Neunten Wiesbaden (10. März) und gegen den starken Dritten Potsdam (14. März).

Zunächst aber geht die Reise nach Dresden. Der USC verlor das Hinspiel deutlich 0:3, lediglich im dritten Satz sprang er über die 20-Punkte-Hürde. Auch am Mittwoch sind die Gäste Außenseiter. Die in dieser Saison einige Zeit schwächelnden Sächsinnen traten zuletzt sehr couragiert und auch erfolgreich auf. Beim 2:3 jüngst in Schwerin lag Dresden schon 2:0 vorn, eine Woche zuvor hatte der DSC in Mannheim den DVV-Pokal gewonnen. Der Tiebreak-Erfolg über Stuttgart war eine ziemliche Überraschung.

In voller Mannschaftsstärke macht sich Münster am Dienstag auf den Weg nach Dresden. „Wir haben gut trainiert und sind sehr motiviert“, sagt Buijs und spricht von einem wichtigen Test vor der Begegnung mit Straubing am Sonntag. Über mögliche Chancen beim Vierten Dresden redet Buijs nicht. Die Rollen sind klar verteilt. Es wäre vermessen, Münster mehr als eine Außenseiterchance einzuräumen. Andererseits fühlt sich der USC auswärts recht wohl. In diesem Jahr gewann er zunächst in Stuttgart (3:2) und später auch in Suhl (3:0) und bei den Roten Raben Vilsbiburg (3:1).

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