Volleyball: Frauen-Bundesliga
Der USC Münster setzt gegen Nawaro Straubing zum Überholmanöver an

Münster -

Die Frauen des USC Münster spielen eine verdammt gute Rückserie. Die Teilnahme an den Playoffs ist sicher, nun geht es darum, in der Tabelle noch etwas zu klettern. Mit einem Sieg am Sonntag gegen Nawaro Straubing würde der Gast überflügelt.

Freitag, 28.02.2020, 16:04 Uhr aktualisiert: 28.02.2020, 17:49 Uhr
Ivana Vanjak, hier gegen Dresdens Sarah Straube erfolgreich, will mit dem USC mit einem Sieg an Straubing vorbeiziehen.
Ivana Vanjak, hier gegen Dresdens Sarah Straube erfolgreich, will mit dem USC mit einem Sieg an Straubing vorbeiziehen. Foto: imago-images

Die Ausbeute der Rückrunde kann sich wahrlich sehen lassen. Siebenmal gingen die Volleyballerinnen des USC Münster in diesem Jahr auf das Feld, fünfmal verließen sie dieses als Sieger. Mit den daraus gewonnenen 13 Punkten nehmen die Unabhängigen den fünften Rang in der Tabelle des zweiten Saisonteils ein, im Gesamtranking aber ist Münster wie zum Ende der Hinrunde weiter Achter. Diesen Umstand wollen die Grün-Weißen am Sonntag (14.30 Uhr) ändern, mit einem Sieg gegen Nawaro Straubing am niederbayrischen Gast vorbeiziehen.

Die Vorzeichen für ein erfolgreiches Überholmanöver scheinen gegeben zu sein, das vielbeachtete wie überraschende 3:0 beim Pokalsieger Dresdner SC verleiht dem USC zusätzliches Selbstvertrauen. „In den vergangenen drei Jahren habe ich die Mannschaft noch nicht auf so einem hohen Niveau gesehen. Sie war überzeugt von ihren eigenen Möglichkeiten und hat die Chance genutzt“, sagt Trainer Teun Buijs , der aber im gleichen Atemzug mahnende Worte findet. „Ein Selbstläufer wird das Spiel gegen Straubing auf keinen Fall. Das wird wieder eine neue Herausforderung. Ich habe den Mädels am Mittwoch in Dresden gesagt, dass sie stolz sein und sich auch am Donnerstag noch freuen dürfen. Aber dann beginnt die Vorbereitung.“

Nicht ganz zu Unrecht hebt der seit Montag 60 Jahre alte Niederländer den Zeigefinger. Nawaro hat sich mit dem ehemaligen USC-Trainer Benedikt Frank in der Liga etabliert, überzeugt als ein „geschlossenes, kampfstarkes Team“ (Buijs). Zuspielerin Magdalena Gryka, Lisa Izquierdo-Mocasqui, die frühere USC-Angreiferin Julia Schaefer, die Norwegerin Ragni Steen Knudsen oder Topscorerin Lena Große Scharmann stehen für Qualität, wie Münster ist Nawaro seit Mittwoch sicher für die Playoffs qualifiziert – erstmals in der Vereinsgeschichte. „Das ist unbeschreiblich, wer hätte das vor der Saison gedacht? Wir sind überglücklich“, sagte Libera Sophie Dreblow dem „Straubinger Tageblatt“.

Einen ihrer 24 Zähler holten die Niederbayern im Hinspiel beim 2:3, als Münster Matchbälle abwehren musste. „Damals haben wir mit etwas Glück gewonnen. Dafür wird sich Straubing bestimmt revanchieren wollen“, meint Buijs, der dem Gast nach Niederlagen in Stuttgart und Vilsbiburg sowie gegen Schwerin die vierte Niederlage am Stück verpassen will. „Dafür aber müssen wir wie in Dresden konzentriert spielen und unsere Taktik durchbringen“, erklärt der Coach.

Naturgemäß lässt er sich im Vorfeld nicht in die Karten schauen. Ob Luisa Keller, die an der Elbe überraschend für Liza Kastrup in der Startformation stand, erneut beginnen wird, bleibt offen. „Wir haben alle Spielerinnen dabei, alle sind fit. Und das kurze Spiel in Dresden tat auch gut“, so Buijs. Wie der sechste Auswärtssieg. Nun soll der dritte Heimerfolg her – und damit das Überholmanöver gegen Straubing gelingen.

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