Volleyball: Bundesliga Frauen
USC stürmt durch das 3:0 gegen Straubing vor auf Platz sechs

Münster -

Der USC Münster kommt immer besser in Schwung nach dem Jahreswechsel. Vier Tage nach dem 3:0-Triumph in Dresden schoben die Grün-Weißen zu Hause gegen Nawaro Straubing den nächsten glatten Sieg hinterher.

Sonntag, 01.03.2020, 16:52 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 20:10 Uhr
Erfolgreicher Dreierblock: Taylor Nelson, Barbara Wezorke und Lina Alsmeier gewinnen mit dem USC 3:0.
Erfolgreicher Dreierblock: Taylor Nelson, Barbara Wezorke und Lina Alsmeier gewinnen mit dem USC 3:0. Foto: fotoideen.com

Die Ladies in Black Aachen hatten unfreiwillig die Tür geöffnet durch ihre 1:3-Niederlage am Samstag beim VfB Suhl, der Weg zu Platz sechs war plötzlich frei. Und der USC Münster nutzte diese Chance, gewann mit 3:0 (25:20, 25:23, 25:17) gegen Nawaro Straubing und überflügelte damit nicht nur den sonntäglichen Gast, sondern eben auch Aachen. „Ich fand uns schon echt souverän“, sagte Angreiferin Ivana Vanjak nach den 76 kurzweiligen Minuten am Berg Fidel.

Der 3:0-Erfolg vom Mittwoch beim Pokalsieger Dresdner SC machte den USC ein Stück größer, mit dem gewachsenen Selbstvertrauen legte Münster konzentriert und zielstrebig los. Vanjak, die später zur besten Spielerin gewählt wurde, sorgte mit vier der ersten zehn Punkte für eine komfortable Führung (10:4). Und auch auf die folgende 0:5-Serie fanden die Grün-Weißen eine Antwort, in Rückstand geriet die Truppe von Trainer Teun Buijs nicht mehr im Eröffnungsabschnitt. Spätestens nach dem gefühlvollen Lob von Barbara Wezorke zum 22:19 hatte Münster Abschnitt eins im Griff, Luisa Keller beendete ihn vier Ballwechsel später. „Wir haben im ersten Satz gleich viel Druck gemacht und unsere Möglichkeiten genutzt“, sagte Buijs.

Eher schleppend verlief dagegen der Start in Durchgang zwei. Beide Seiten erlaubten sich nun Unzulänglichkeiten. So scheiterte USC-Zuspielerin Taylor Nelson gleich zweimal mit einer Stellerfinte, auf der Gegenseite hielt Nawaro mit vier Aufschlagfehlern bis zum eigenen 10:9 den Gastgeber in seiner Nähe. Die Führungen wechselten munter hin und her (14:13, 15:16, 18:17, 20:21), in der Endphase aber übernahm Münster wieder das Kommando – und zwar angeführt von Nationalspielerin Vanjak, die den Unterschied in diesen Momenten ausmachte. Zum 21:21 und 22:22 glich sie jeweils aus und legte zum 23:22 sowie zum 25:23 nach.

Anders als noch im heiß umkämpften Hinspiel, als Münster nach Abwehr von zwei Matchbällen im Tiebreak gewonnen hatte, sah es nun nach einer klaren Angelegenheit aus. Und es wurde auch eine. Von der zehnminütigen Pause vor Abschnitt drei ließen sich die Buijs-Schützlinge nicht aus dem Rhythmus bringen. Direkt nach der technischen Auszeit schob Lina Alsmeier ihr Team mit drei Aufschlagpunkten an, nach Straubings 7:11 legte Keller doppelt nach. Da war kein Wackler, mehr, da gab es kein Zweifeln, Zögern oder Zaudern: Münster zog sein Ding nun einfach gnadenlos durch und machte sich auf zum neunten Saisonsieg, der Platz sechs bedeutet.

Vanjak bereitete die letzten Schritte mit zwei Zählern zum 23:17 vor, Alsmeier – die 19-Jährige erzielte insgesamt elf Punkte – mit einem weiteren Aufschlagwinner sowie eine Netzberührung von Nawaro beendeten vor 1779 Zuschauern das am Ende einseitige Treiben. „Es hat Spaß gemacht, wir haben uns für die harte Arbeit der vergangenen Wochen belohnt. Dass wir in dieser Woche sechs Punkte geholt haben und damit nun Sechster sind, ist cool. Diesen Platz wollen wir nun verteidigen“, meinte Vanjak, die mit 20 Zählern Münsters Top-Scorerin war.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7304219?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Nachrichten-Ticker