Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Der Blick der WWU Baskets gilt nach Schlappe gegen Dresden nur noch Gießen

Münster -

Die 64:66-Niederlage zum Abschluss der Hauptrunde tat weh. Die WWU Baskets müssen nach der Schlappe gegen die Dresden Titans ihren Blick ganz schnell wieder nach vorn richten. In einer Woche geht es schon weiter, dann gegen die Gießen 46ers Rackelos.

Sonntag, 08.03.2020, 15:46 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 20:06 Uhr
Leo Padberg (M.) und Kai Hänig (r.) versuchen sich unter dem Korb gemeinsam am Rebound gegen Dresdens Lennart Larysz.
Leo Padberg (M.) und Kai Hänig (r.) versuchen sich unter dem Korb gemeinsam am Rebound gegen Dresdens Lennart Larysz. Foto: Jürgen Peperhowe

2019 katapultierten sich die WWU Baskets als Aufsteiger mit 16:6 Siegen auf Rang eins der Nordstaffel der 2. Bundesliga Pro B – ein Jahr später beendeten die Münsteraner die Hauptrunde mit zwei Erfolgen weniger als Dritter. Einstellungsmängel wurden bei der 64:66 (27:34)-Niederlage gegen die galligeren Dresden Titans, die Vierter wurden, zu spät abgestellt.

Die Saison-Fortsetzung folgt: Im Achtelfinale der Playoffs treffen die Baskets mit dem ersten Spiel am 15. März (Sonntag, 18 Uhr) am Berg Fidel auf den hessischen Süd-Sechsten Gießen 46ers Rackelos. Der Kooperationspartner des Erstligisten Gießen 46ers kam mit einer 11:11-Bilanz durch, nur knapp 300 Fans sehen im Schnitt dem Farmteam zu.

Ab Montag blicken die Baskets nach vorne und kein bisschen mehr zurück aufs Dresden-Spiel, denn die erste Halbzeit gehörte zu den schwächsten dieser Serie. Die dünne Auswärtsbilanz der Sachsen (1:9) führte Münster auf die komplett falsche Fährte. Offensiv startete die bewährte Besetzung fahrig und agierte defensiv ungeordnet. „Nach den harten Wochen war der Spannungsabfall erkennbar“, sagte Trainer Philipp Kappenstein, der zwischendurch wütete, aber später gefasst konstatierte: „So ein Spiel sei dem Team zugestanden.“ So eine Menge an Fehlern und persönlichen Defiziten in der nicht zum ersten Mal verpennten Startphase hatte er selten erlebt. „Der Gegner konnte hier etwas erreichen, wir hingegen kaum. Das hat man gemerkt.“

So geht es weiter

Im Playoff-Achtelfinale gegen Gießen haben die WWU Baskets im ersten sowie im möglichen dritten Spiel (24. März, 20.30 Uhr) Heimrecht. Sollte sich Münster gegen die Hessen durchsetzen, warten in der folgenden Runde die TG Würzburg als Süd-Zweiter oder die BSW Sixers als Nord-Siebter. Kommen die Bayern und die Baskets weiter, hat Würzburg das Heimrecht. Gibt es aber ein Wiedersehen mit den Sixers, hat Münster diesen Vorteil.

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Dresdens schmal besetzter Kader setzte seine schnelle Passfolge wirkungsvoll durch und spielte immer wieder die Außen frei. Dort wartete bisweilen auch 2,13-Meter-Center Georg Voigt-mann (23 Punkte), der mit cleverer Flexibilität überzeugte und auch fünf Dreier setzte. Nach dem ersten Viertel hielten die Gäste die Quoten nicht mehr. Auch weil die Baskets, deren Besetzung Kappenstein oft und schnell änderte, nun widerspenstiger agierten. Jasper Günther trug im dritten und vierten Durchgang mit drei Dreiern zur Aufholjagd bei. Kai Hänig zeigte robuste Gegenwehr. Dass Jan König ohne jeden Treffer blieb, hat Seltenheitswert.

Ein paar umstrittene Entscheidungen nervten die Gastgeber auch. Spät standen dann die 2850 Besucher auf und feuerten nach dem Dreier von Stefan Weß zum 62:64 die „Weißen“ lautstark an. Weß traf auch zum 64:65 noch, aber die am Ende gefoulten „Titanen“ nutzten letztlich einen Freiwurf zum Zielsprung.Punkte:Weß (12/2), Delpeche (12), Günther (9/3), Medina (8/1), Hänig (6), A. König, Padberg (je 5/1), Baues (4), Coffin (3/1)

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