Fußball: Westfalenliga
Gievenbeck schlägt Spitzenreiter Vreden dank Canisius und Seferovic

Münster -

Die Männer des Tages hießen Julian Canisius und Allan Seferovic. Der eine schoss zwei Tore und bereitete eins vor. Der andere stand erstmals in der Startelf und verhinderte spektakulär ein Gegentor. So konnte der 1. FC Gievenbeck Spitzenreiter SpVgg Vreden 3:0 schlagen.

Sonntag, 08.03.2020, 18:56 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 20:06 Uhr
Auf der Linie: Allan Seferovic (r.), der gerade erst aus der aufgelösten U 23 in die Gievenbecker Erste gewechselt ist, drängt den Vredener Mario Worms ab.
Auf der Linie: Allan Seferovic (r.), der gerade erst aus der aufgelösten U 23 in die Gievenbecker Erste gewechselt ist, drängt den Vredener Mario Worms ab. Foto: fotoideen.com

Es ist noch gar nicht lange her, da spielte Allan Seferovic in der Reserve des 1. FC Gievenbeck . In der bedauernswerten Truppe, die nahezu Woche für Woche Prügel bezog. In der Schießbude der Bezirksliga, die regelmäßig den „Tag der offenen Tür“ feierte. Im Team, das sich aufgrund personeller Probleme selbst aufstellte und letztlich abgemeldet werden musste. Allein Seferovic hat es aus dieser Mannschaft gepackt, sich dennoch für höhere Weihen zu empfehlen. Zuerst war es wohl eher eine „Good-will-Aktion“ von Trainer Benjamin Heeke, ihn in der ersten Mannschaft mittrainieren zu lassen. Seit Sonntag ist der Mann ein vollständiger Westfalenliga-Spieler. Er gab seine Startelf-Premiere nach der Einwechslung in Spexard vor einer Woche ausgerechnet gegen Tabellenführer SpVgg Vreden , schon krass. Dass er beim überraschenden 3:0 (1:0)-Erfolg des FCG direkt zu einem der Besten auf dem Platz avancierte – noch krasser. Und dass er es war, der nach 22 Minuten die sichere Gäste-Führung verhinderte, extrem krass.

Vredens offensiver Unruhestifter Mario Worms war freigespielt worden, hatte Torwart Nico Eschhaus umkurvt und wollte das Leder ins leere Tor schieben, da kam Seferovic im Tiefflug angerauscht und verhinderte den „Einschlag“. „Schon sehr stark diese Aktion“, befand später auch Heeke, der ohnehin seinem Debütanten einen glänzenden Einstand bescheinigte. Offensichtlich hatte diese Art der Abwehrarbeit auch abfärbende Wirkung auf die Kollegen. Denn eine Viertelstunde später zog Paul Bergmann Vredens Ein-Mann-Sturm in ähnlicher Manier den Zahn. Damit waren die Fronten geklärt. Der Gast fand vorne nicht mehr statt, der Außenseiter witterte Morgenluft.

Dass sich diese auch in Zahlen ausdrückte, dafür sorgte Julian Canisius . Der Mann auf der linken Außenbahn hat mehrere Vorteile. Er ist flink unterwegs, sehr fleißig, hat ein Auge für den Mitspieler, verfügt über einen guten Schuss und kann zu allem Überfluss auch Fußball spielen. Nach 41 Minuten fasste er sich ein Herz und traf aus 20 Metern zur 1:0-Führung. Im zweiten Abschnitt war er zur Stelle, als Gäste-Keeper Ricardo Ottink einen Schuss von Tristan Niemann abprallen ließ (78.). Und kurz vor Schluss bediente er Christian Keil mit einem sehenswerten Pass von der Mittellinie, den der FCG-Routinier humorlos veredelte (89.). „Ich bin bestens zufrieden“, befand Heeke und drückte nach dem Abpfiff Allan Seferovic besonders herzlich.FCG:Eschhaus – Gerbig, Seferovic, Scherr, Bergmann (56. Mende) – Geisler(87. Schrick), Kurk, Heubrock, Canisius – Keil (89. Leisgang), Niemann (84. Gerick)

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7317457?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Nachrichten-Ticker