Motorsport: VLN-Langstreckenmeisterschaft
Bonk-Team steckt in der Bredouille

Münster -

Das Team Bonk-Motorsport aus Münster hat erst mal Pause und stellt sich auf einige schwierige Monate ohne echte Einnahmen ein. Unterdessen hat die Veranstaltergemeinschaft Langstreckenrennen Nürburgring einen virtuellen Lauf organisiert.

Donnerstag, 19.03.2020, 17:22 Uhr aktualisiert: 20.03.2020, 16:06 Uhr
Blickt mit seinem Team
Blickt mit seinem Team Foto: be

Na, das ist ja mal eine Idee: Nach den ­pandemiebedingten Absagender ersten drei Rennen hat die VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenrennen Nürburgring) ein „echtes“ Autorennen der Serie in virtueller Umgebung organisiert. An diesem Samstag findet ab 13 Uhr der Saisonstart in der weltweit größten Motorsport-Meisterschaft „mit ei­ner realitätsnahen Übertragung auf den Bildschirm statt. Für das münsterische Bonk-Motorsportteam – seit Jahren in der VLN aktiv – stellt sich die Frage der Teilnahme allerdings nicht. „Dafür haben wir kein passendes Auto“, sagt Teamchef Michael Bonk augenzwinkernd.

Gleichwohl stehe sein Team in Zeiten der Pandemie nicht nur sportlich vor großen Herausforderungen. Bonk wird zumindest in Teilen das achtköpfige Team in Kurzarbeit schicken müssen. „Wir werden jetzt einige Monate keine Einnahmen haben“, sagt er. Bonk begrüßte die nun („viel zu spät“) getroffenen Entscheidungen, denSaisonstart in den August zu verschieben. „Danach hätten wir noch fünf Rennen bis in den November hinein.“ Natürlich bedauert der Teamchef den Status quo, zumal alles auf die aktuelle Saison ausgerichtet war. Vier Bonk-Autos stehen für die GT4-Serie inklusive Fahrer-Crew bereit. Zwei davon sollten für die GT4-Germany eingesetzt werden, zwei weitere für das 24-Stunden-Rennen und die VLN. Aber die fährt jetzt erst mal virtuell – ohne Bonk.

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