Volleyball: 3. Liga
Sicht- und messbare Fortschritte beim VC Olympia Münster

Münster -

„Wir sind nirgendwo untergegangen. Das spricht für eine gewisse Qualität. Wir haben gezeigt, dass wir dazugehören zur 3. Liga“, sagt Justin Wolff. Der Trainer des VC Olympia Münster ist zufrieden mit der Entwicklung seiner Spielerinnen.

Freitag, 27.03.2020, 20:04 Uhr aktualisiert: 27.03.2020, 20:31 Uhr
Die Faust geballt: Justin Wolff, Trainer am Bundesstützpunkt, ist mit der Entwicklung der VCO-Spielerinnen „sehr zufrieden“.
Die Faust geballt: Justin Wolff, Trainer am Bundesstützpunkt, ist mit der Entwicklung der VCO-Spielerinnen „sehr zufrieden“. Foto: fotoideen.com

Ihrer Sonderrolle, nur die Hälfte der Partien in der 3. Liga zu absolvieren, ist es geschuldet, dass der VC Olympia Münster seine Spielzeit fast komplett durchziehen konnte. Elf von zwölf Partien absolvierte der Nachwuchs vom Bundesstützpunkt (BSP), einzig der Auftritt beim abgeschlagenen Tabellenletzten SV Wietmarschen fiel der Corona-Krise zum Opfer. Und die Bilanz kann sich sehen lassen: In jedem Spiel haben die Schützlinge von Justin Wolff mindestens einen Satz geholt und punkteten bei vier Siegen achtmal. „Wir sind nirgendwo untergegangen. Das spricht für eine gewisse Qualität. Wir haben gezeigt, dass wir dazugehören zur 3. Liga“, erklärt Wolff.

Das sind die nackten, kalten Zahlen. Was sie aber nur bedingt zeigen und was sich hinter ihnen versteckt, ist der Prozess, den die jungen Volleyballerinnen im Laufe der vergangenen Monate gemacht haben. „Und mit der Entwicklung der Mädchen bin ich sehr zufrieden. Sie haben sich Schritt für Schritt gesteigert. Gerade in den Spielen gegen die Gleichaltrigen aus Belgien oder vom Stuttgarter Stützpunkt haben wir große Fortschritte gesehen“, sagt Wolff, der – wie sollte es bei einer so jungen Ausbildungstruppe auch anders sein – noch viel Raum für Verbesserungen sieht. „Wir müssen etwa in den einzelnen Sätzen mehr Konstanz erzielen, tun uns oft auch gegen Teams schwer, die klassischen Volleyball spielen. Aber das sind Dinge, die man lernen und an denen man arbeiten kann“, erklärt Wolff.

Allerdings nicht zurzeit, das Internat ist verweist und der Trainingsbetrieb ruht auf unbestimmte Zeit. Frei aber haben die VCO-Spielerinnen keineswegs, Athletik und Theorie (Vor- und Nachbesprechung via Skype in Gruppen oder mentales Training) hat der Coach verordnet. „Wir tun, was halt gerade möglich ist.“

All dies dient auch schon der Vorbereitung auf die kommende Saison, die der VCO dann komplett, also mit Heim- wie mit Auswärtsspielen bestreiten wird. Nicht mehr dabei sind dann die Abiturientinnen Fiona Baker, Kristi Kubesova, Carlotta Klemm, Lynn Kosina und Marianna Sharafutdinova, die ihre Zukunft bei Zweit- und Drittligisten sowie im Ausland sehen. „Spruchreif ist da momentan noch nichts“, sagt Wolff, der zwei bis vier Neuzugänge einplant.

Für den 27-jährigen Trainer selbst war sein erstes Jahr am BSP Münster ein zufriedenstellendes, seine Erwartungen haben sich erfüllt – und die Umstellung von „Profi-Männer auf Profi-Mädchen-Volleyball“ ist vollzogen. „Das war der absolut richtige Schritt. Ich habe einen Job gefunden, den ich sehr gern mache.“ Im nächsten Jahr dann mit der doppelten Zahl an Liga-Spielen.

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