Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Starke Defensive als Erfolgsbasis der WWU Baskets

Münster -

Zahlen erfreuen nicht nur Mathematiker. Auch Trainer finden an ihnen Gefallen, sind sie doch Grundlage für die Statistiken, die Erfolg und Misserfolg zumindest etwas erklärbarer machen. So auch bei den WWU Baskets Münster, die sich in der abgelaufenen Saison auf ihre starke Defensive verlassen konnten. Sagen zumindest die Zahlen.

Dienstag, 31.03.2020, 16:48 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 11:24 Uhr
Gewiefter Taktiker: Baskets-Coach Philipp Kappenstein
Gewiefter Taktiker: Baskets-Coach Philipp Kappenstein

Zeit, sich durch die Statistiken zu arbeiten und die Zahlen der abgelaufenen Saison zu analysieren, hatte Trainer Philipp Kappenstein in den vergangenen Tagen reichlich. Wer hat wie viele Minuten gespielt? Wer hat die beste Wurfquoten? Wer schnappt sich die meisten Rebounds? Alles wird in der 2. Bundesliga Pro B festgehalten: Und wie haben die WWU Baskets Münster , Dritter der Hauptrunden-Staffel Nord, abgeschnitten? Hier ein paar ausgewählte Daten und Fakten.

  • Offensive:
  • Für 1716 Zähler war der Vizemeister des Vorjahres diesmal in 22 Spielen gut – macht im Schnitt exakt 78 Punkte, die den achten Platz unter den zwölf Teams bedeuten. Ein allenfalls durchschnittlicher Wert. Nicht erstaunlich, wenn man sich die Wurfquoten anschaut. Bei den Treffern aus dem Feld nehmen die Baskets mit 42,4 Prozent den vorletzten Platz ein. Bei den Freiwürfen (65,1 Prozent) reicht es gar nur zum schlechtesten Wert. Zum Vergleich: Die Iserlohn Kangaroos trafen von der Linie 76,9 Prozent ihrer Versuche.
  • Defensive:
  • Vorne pfui, hinten dafür aber hui. In der Verteidigung glänzte Münster einmal mehr. Nur 1629 Punkte (74,05 im Schnitt) kassierten die Baskets – der absolute Top-Wert der Liga. Neben den wechselnden Systemen und dem aggressiven Abwehrstil ist die harte Arbeit unter dem Korb ein Grund für dieses Ergebnis. 575 der 888 Rebounds schnappten sich die Kappenstein-Schützlinge in der Saison unter dem eigenen Korb, nur Nord-Meister Itzehoe (649) und die Baskets Juniors Oldenburg (579) waren defensiv erfolgreicher auf Abpraller-Jagd. Offensiv dagegen ist Münster Rebound-Spitze – auch dank Malcolm Delpeche, der sich ligaweit als Dritter einreiht. Dazu glänzte Münsters Center mit 20 Blocks (zweitbester Wert), mit 50 insgesamt nimmt der Hauptrunden-Dritte in dieser Wertung Rang drei ein. Platz eins belegen die Baskets zudem bei den Steals (206), allein Jojo Cooper klaute dem Gegner im Schnitt dreimal pro Partie den Ball.
  • Vielspieler:
  • Kappenstein ist bekannt dafür, auf eine große Rotation zu setzen und die Spielzeit auf viele Schultern zu verteilen. Drei Akteure aber haben dann doch mehr Anteile: Kapitän Jan König stand mit 546:01 Minuten am längsten auf dem Feld, Stefan Weß mit 526:47 Minuten sowie Delpeche mit 517:14 Minuten folgen. Die meiste Spielzeit im Schnitt hatte mit 35:30 Minuten Cooper, der zehn Partien bestritt.
  • Beste Werfer:
  • Topscorer der Baskets ist Weß. 266 Zähler erzielte der 2,04 Meter große Hüne, der für Kappenstein der „Spieler der Saison“ ist. Delpeche kommt auf 237, Jan König auf 229 Punkte. Auch hier ist Cooper im Schnitt der erfolgreichste, wie seine 192 Zähler während der kurzen Rückkehr belegen. Die beste Quote aus dem Feld weist Kai Hänig (53,8 Prozent) auf, von der Linie war Helge Baues (82,2 Prozent, 37 von 45 Freiwürfen) der sicherste Schütze. Aus der Distanz führen Leo Padberg (41,7, 10 von 24 Dreiern), Weß (40,9, 27 von 66) und Marck Coffin (39,4, 13 von 33) Münsters internes Ranking an.
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