Fußball: Verzicht auf Aufstiegsrecht
SC Münster 08 wird nur ein einfacher Bezirksligist

Münster -

Nach dem Rückzug vor Jahresfrist aus der Landesliga stand frühzeitig fest, dass der SC Münster 08 in der Saison 2020/21 mindestens einen Bezirksligisten stellen würde. Und die Kanalkicker hatten mit der Zweiten, die in der Kreisliga A 1 das Maß aller Dinge war, ein zweites Eisen im Feuer. Doch doppelt vertreten will Nullacht in der Bezirksliga nicht sein – und das nicht nur aus sportlichen Gründen.

Dienstag, 05.05.2020, 13:20 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 17:48 Uhr
Julian Wiedenhöft wird mit Nullacht in der kommenden Saison in der Bezirksliga antreten – die Zweite bleibt trotz Aufstiegsrecht in der Kreisliga A.
Julian Wiedenhöft wird mit Nullacht in der kommenden Saison in der Bezirksliga antreten – die Zweite bleibt trotz Aufstiegsrecht in der Kreisliga A. Foto: Johannes Oetz

Der SC Münster 08 hat sich dafür ausgesprochen, in der kommenden Saison nur mit einer Mannschaft in der Bezirksliga zu spielen. Das bestätigte Nullacht-Geschäftsführer Bernhard Mennes auf Anfrage. Bekanntlich gilt die erste Mannschaft von Nullacht als erster Landesliga-Absteiger dieser Saison. Die Zweite vom Kanal führt das Klassement in der Kreisliga A 1 souverän an und ist im voraussichtlichen Falle eines Saison-Abbruchs mit Wertung ebenfalls Bezirksligist.

„Wir hätten auch – rein sportrechtlich – beide Mannschaften für die Bezirksliga melden können, aber das macht unter anderem aus Finanzierungsgründen ja gar keinen Sinn“, sagte Mennes. Also werde Team I unter Trainer Julian Wiedenhöft sowie personell verstärkt durch Comebacker Steffen Dondrup und zwei A-Juniorenspieler demnächst in der Bezirksliga spielen. Die zweite Mannschaft wird zuvorderst als Sprungbrett der ehemaligen Junioren aus A 1 und A 2 in der Kreisliga A kicken. Trainer ist Marc Dillmann.

GW Gelmer als möglicher Profiteur

Auswirkungen hat diese „interne“ Regelung freilich auch für den Nachbarn von GW Gelmer. Dem Club dürfte als derzeitigem Tabellenzweiten hinter Nullacht II das Aufstiegsrechtzugesprochen werden. In der Regelung heißt es: „Verzichtet die erstplatzierte Mannschaft auf ihr Aufstiegsrecht, so geht das Aufstiegsrecht nacheinander auf die nächstplatzierten Mannschaften (bis maximal Tabellenplatz 3) der jeweiligen Staffel über.“

Grün-Weiß dürfte folglich mehr als nur eine Glückwunschkarte an den Kanalclub senden und spielt also in der kommenden Saison mit großer Wahrscheinlichkeit wieder in der Bezirksliga. Der ehemalige Landesligist (bis 2006) dürfte seinen tiefen Fall bis zwischenzeitlich runter in die B-Liga damit aufgefangen haben. Perfekt passt ins Bild, dass der aktuelle GWG-Trainer, Hendrik Ahrenskötter, ehemals beim SC Münster 08 als Co-Trainer gearbeitet hat.

Endgültige Entscheidung steht aus

Hinter all den Planungen und Erwartungen steht allerdings noch die endgültige Entscheidung des FLVW aus Kaiserau, wie schlussendlich mit der Saison und den entsprechenden Auf- und Abstiegsregelungen verfahren wird. Noch hat die Corona-Krise ihren Daumen drauf. Der beschlussfassende Verbandstag findet erst im Juni statt.

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