Fußball: 3. Liga
Preußen Münster noch ohne Trainingserlaubnis

Münster -

Der DFB macht Druck: Schon in 15 Tagen soll in der 3. Liga wieder um Punkte gespielt werden. Preußen Münster, das einen Saisonabbruch favorisiert, ist somit gezwungen, alsbald wieder das Training aufzunehmen.

Sonntag, 10.05.2020, 15:36 Uhr aktualisiert: 11.05.2020, 17:58 Uhr
SC Preußen Münster - Kaiserslautern - Sascha Hildmann
SC Preußen Münster - Kaiserslautern - Sascha Hildmann Foto: Jürgen Peperhowe

Dass der DFB mit jedem Tag mehr die Rückkehr des Spielbetriebs in der 3. Liga einfordert, steht außer Frage. Auf fast 50 Seiten liegen die Hygiene-Bestimmungen und Ablaufpläne dafür detailliert vor. Am 26. Mai, einem Dienstag, soll der Ball wieder rollen. Einen Tag zuvor findet der DFB-Bundestag statt, der über einen Saisonabbruch entscheiden könnte.

Preußen Münster wird somit zum Handeln gezwungen. Der Fußball-Drittligist ist einer von noch sieben Vereinen, die einen Saisonabbruch fordern. Den wird es nicht geben, der Druck von Seiten der 13 anderen Clubs, aber vor allem vom nationalen Verband ist zu groß – außer in den Bundesligen häufen sich die Corona-Vorfälle wie in Köln und Dresden. Das könnte alles wieder auf den Kopf stellen.

Die meisten Drittligisten trainieren wieder, beim SCP steht die Zeit noch still. Natürlich gibt es Gespräche mit der Stadt Münster, die Sondergenehmigung zur Aufnahme des Übungsbetriebes unter Auflagen ist noch nicht erteilt. Möglicherweise geht es jetzt aber ganz schnell, in der Wochenmitte könnte es losgehen, wobei Teamtraining in weiter Ferne zu liegen scheint. Trainer Sascha Hildmann machte zwar von Anfang an den Eindruck, für den Tag X des Wiedereinstiegs präpariert zu sein, nur von der vom DFB versprochenen Vorbereitungszeit von drei Wochen blieben dem SCP elf, zwölf Tage. Das ist mickrig.

Das Konzept des DFB jedenfalls befasst sich über acht Seiten mit Hygienestandards, auf weiteren gut 40 Seiten mit der Umsetzung eines Spieltags bei Geisterspielen. Das Preußenstadion würde in drei Zonen eingeteilt, innerhalb wären maximal 214 Personen gestattet. Der Innenraum wäre der innere Kern mit maximal 94 Personen, davon entfallen 56 auf Spieler, Reservisten und Funktionäre, neu sind drei Personen, die unter Hygienepersonal gelistet sind. Der zweite Bereich wäre der Tribünenbereich mit maximal 81 Personen, 15 Mitarbeiter von Produktion und Lizenznehmern stellen den größten Teil. Im sogenannten Stadionaußengebiet sind 39 Personen gestattet, davon wären 20 Ordnungskräfte. Zudem würde die Peripherie rund um das Stadion besetzt, am Ende kommen maximal 300 Leute zusammen.

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