Fußball: Junioren-Bundesligen
Verkürzte Saison für Preußen-Nachwuchs

Münster -

Der Abstieg der Preußen ist beschlossen und verkündet – und dennoch bleibt der Club gleich dreifach erstklassig. Die U 15; U 17 und U 19 der Adlerträger werden im September erneut in den jeweils höchsten deutschen Spielklassen an den Start gehen.

Montag, 06.07.2020, 18:54 Uhr
Arne Barez hat seine Schützlinge wieder ins Training beordert. Mitte September startet die U 19 des SC Preußen in die nächste Bundesliga-Spielzeit.
Arne Barez hat seine Schützlinge wieder ins Training beordert. Mitte September startet die U 19 des SC Preußen in die nächste Bundesliga-Spielzeit. Foto: Jürgen Peperhowe

Der bittere Gang in die Viertklassigkeit trübt bei den Fußballern des SC Preußen Münster naturgemäß die Stimmung und vernebelt gleichzeitig den Blick auf die wenigen, aber allemal erfreulicheren Teile der Saisonbilanz. So bleibt der Club auch in der bevorstehendem Spielzeit mit drei Nachwuchs-Teams erstklassig. Die U-19-Junioren um Trainer Arne Barez profitierten dabei auch vom vorzeitigen Abbruch, als das Team nach 20 Spieltagen mit nur neun Zählern auf Abstiegsrang 13 in der Bundesliga geführt wurde. Zum gleichen Zeitpunkt belegten die U-17-Jahrgänge um Tobias Harink einen soliden und ungefährdeten siebten Rang. Zu kämpfen gehabt hätten in der Regionalliga auch die C-Junioren um Trainer David Paulus, die als Tabellenelfter noch lange nicht in sicheren Gewässern waren. Alle drei Teams werden in der neuen Spielzeit in den höchsten deutschen Spielklassen antreten und sich mit dem Nachwuchs der Top-Vereine aus Köln, Schalke oder Dormund messen dürfen.

Einfachrunde ohne Rückspiele

Am Freitag verschickte der DFB ein Schreiben mit den vom DFB-Jugendausschuss erarbeiteten Durchführungsempfehlungen an alle beteiligten Clubs. Sollten diese Vorschläge von DFB-Vorstand und -Präsidium durchgewunken werden, dann wird die kommende Bundesliga-Spielzeit nicht vor dem Wochenende 19./20. September beginnen und als Einfachrunde ohne Rückspiele ausgetragen werden. Somit wäre bis zur noch festzulegenden Endrunde ein Spielplan mit 16 Spieltagen fällig, weil mangels Abstieg die Ligen­stärke von 14 auf 17 Teams angewachsen ist. In beiden Altersklassen gesellen sich RW Essen (Niederrhein), Fortuna Köln (Mittelrhein) und der SC Paderborn (Westfalen) zum Teilnehmerfeld. In den kommenden beiden Jahren sollen dann sowohl bei den A- als auch bei den B-Junioren die Felder wieder auf Normalmaß zurückgeschrumpft werden. In der bevorstehenden Spielzeit steigen jeweils vier Teams ab, in der Saison 2021/22 dann sogar fünf.

Viel Preußen-DNA im Team

Ein Problem mit dem sich U-19-Trainer Arne Barez aktuell nicht befassen muss. Er hat seine Jungs schon wieder um sich versammelt und das Training unter den gebotenen Möglichkeiten wieder aufgenommen. Die Stimmung ist gut, die Lust auf Fußball sowieso, hat der Trainer festgestellt, der seinen Kader weitgehend bis auf ein oder zwei Spieler beisammen hat. „Insgesamt eine tolle Durchlässigkeit mit vielen Spielern, die schon recht lange bei uns sind“, konstatiert Barez und freut sich auf ein Team mit viel Preußen-DNA in den Beinen. Elf Aktive aus dem Vorjahreskader haben noch ein A-Junioren-Jahr vor sich, mit Kevin Hardensett (TW), Tom Hemsing, Felix Hinterding, Noah Kloth, Jakob Karte, Ole Overhoff, Eric Reckels, Deniz-Fabian Bindemann und Hannes Brodner stoßen neun junge Adlerträger aus der U17 dazu. Mit Hafani Bouraima konnte ein Talent aus dem U-17-Nachwuchs des BVB hinzugewonnen werden.

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