Fußball: Regionalliga
Preußen-Profi Schnellbacher in der Klemme

Münster -

Bleiben? Gehen? Preußen-Profi Luca Schnellbacher hält sich alle Türen offen. Natürlich reizt den Absteiger ein Verbleib in der 3. Liga. Andererseits fühlen er und seine Frau sich im Münsterland sehr wohl. Ein weiteres Engagement beim SCP ist somit nicht ausgeschlossen.

Mittwoch, 22.07.2020, 18:56 Uhr
Nach dem Abstieg ohne Arbeitsvertrag beim SC Preußen: Luca Schnellbacher
Nach dem Abstieg ohne Arbeitsvertrag beim SC Preußen: Luca Schnellbacher Foto: Jürgen Peperhowe

Realismus kann während dieses speziellen Transferfensters nicht schaden. Luca Schnellbacher weiß um die Klemme, in der viele Vereine und damit auch viele Profis stecken. „So einen Vertrag wie zuletzt in der 3. Liga werde ich nicht mehr kriegen, auch nicht woanders. Es ist klar, dass ich das jetzt hinnehmen muss“, sagt der Angreifer, der eigentlich für drei Jahre bei Preußen Münster unterschrieben hatte, nach dem Abstieg aber ohne Arbeitspapier dasteht.

Sein Name fiel in den letzten Tagen immer mal wieder, wenn es darum ging, wessen Verbleib beim SCP infrage käme. Schnellbacher hält sich alle Türen offen. „Es gibt verschiedenen Optionen, ich höre mir alles an. Münster ist auch auf der Liste“, sagt er. Was gegen Vereinswechsel spricht, liegt auf der Hand. „Wir würden wieder rausgerissen aus unserem Umfeld. Meine Frau hat einen guten Job gefunden, wir haben uns eingelebt.“ In Coesfeld, also ein ganzes Stück vor den Toren der Stadt, fühlt sich das Ehepaar heimisch.

Doch ist natürlich auch dieser Makel: Zweiter Abstieg nacheinander, erst mit Aalen, jetzt mit den Adlern. „Der hier war unnötiger. Die Hinrunde haben wir komplett versiebt, das waren einfach zu wenig Punkte. Nachher haben wir gezeigt, was möglich ist“, so der 25-Jährige. „Wir hätten es aus eigener Kraft schaffen können.“ Chemnitz, Großaspach, auch zu Hause gegen Ingolstadt, da ließen die Preußen nach dem Re-Start Punkte liegen. Gegen die Schanzer, zuvor auch gegen Viktoria Köln ließ Schnellbacher, der immer vollen Einsatz brachte und oft gut auflegte, Großchancen liegen. „Klar, da fragt man sich, warum der Ball nicht reingegangen ist . . .“ Alpträume hatte er deshalb nicht. „Es ist mir im Familienurlaub in Holland gelungen, zwischendurch auch mal nicht dran zu denken“, sagt der Offensivspieler. Dennoch sitzt der Stachel tief. Vielleicht ergibt sich für ihn ja die Gelegenheit, in Münster etwas wiedergutzumachen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7504888?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Nachrichten-Ticker