Tischtennis: 1. FC Gievenbeck
Peter Luthardt hat wieder Freude und fördert Talente nun individuell

Münster -

Vor zwei Jahren führte Peter Luthardt die Tischtennis-Junioren des 1. FC Gievenbeck zur deutschen Mannschaftsmeisterschaft. Nach dem überraschenden Absprung von drei Spielern löste sich das aktuelle Team im Frühjahr auf. Luthardt bleibt am Ball und fördert Talente nun individuell.

Freitag, 24.07.2020, 16:56 Uhr aktualisiert: 31.07.2020, 15:44 Uhr
Seit 15 Jahren fördert Peter Luthardt (rechts hinter dem Mini-Spieltisch) Talente in Münster, speziell beim 1. FC Gievenbeck. Seine Erfolge sind herausragend.
Seit 15 Jahren fördert Peter Luthardt (rechts hinter dem Mini-Spieltisch) Talente in Münster, speziell beim 1. FC Gievenbeck. Seine Erfolge sind herausragend. Foto: wh

Das Ende kam abrupt – wie so vieles in der weltweiten Corona-Krise. Abbruch der Tischtennis-Saison, keine westdeutsche Meisterschaft für die Junioren des 1. FC Gievenbeck . Und natürlich auch keine Teilnahme an den nationalen Mannschaftswettkämpfen. Dort waren die FCG-Jungs zuletzt Stammgast gewesen. Mit durchschlagenden und herausragenden Erfolgen. Halbfinalist 2017, Deutscher Meister 2018, Vizemeister 2019 – Münsters TT-Nachwuchs hinterließ auf der Deutschland-Karte unübersehbare Spuren. „Wir hätten auch in diesem Jahr gute Chancen auf ein Topergebnis gehabt“, mutmaßt Cheftrainer Peter Luthardt .

Leider ist in diesem Fall aufgeschoben auch aufgehoben. Was 2020 nicht sein sollte, ist nicht nachzuholen. Gern hätte Luthardt in der kommenden Saison einen neuen Anlauf gestartet, doch kurz vor der Wechselfrist sprangen drei Spieler aus der Nachwuchs-Schmiede ab und schlossen sich anderen Vereinen an. Dass dies ohne Vorwarnung geschah, enttäuschte den Erfolgscoach besonders: „Ich kann nicht leugnen, dass mich das hart getroffen hat und mitunter heute noch wehtut.“ Besonders bitter: Weil nur drei Talente übrig blieben und die Zeit fehlte, um die Reihen aufzufüllen, musste Luthardt sein Team vom Spielbetrieb zurückziehen.

Den Rückzug als Trainer hatte er für sich selbst auch schon beschlossen, ehe ihn aktuelle und früher von ihm ausgebildete Talente von der Fortsetzung seines Engagements überzeugten. Einmal in der Woche versammelt Luthardt nun überwiegend junge Spieler um sich zwecks individueller Förderung. Die weiteste Anreise haben die Borkener Geschwister Jan und Anika Leidner, aus dem eigenen (Gievenbecker) Stall mischt Jannis Köster mit. Was den B-Lizenz-Coach besonders freut: Alle Spieler, die unter seiner Regie 2018 Deutscher Meister wurden, sind ebenfalls dabei, sofern es ihre Zeit erlaubt. „Ich habe wieder Spaß und spüre, dass es auch neben dem Mannschaftssport sinnvolle Möglichkeiten gibt, junge Tischtennisspieler zu fördern“, verrät Luthardt. Gern würde er die neuen Talente künftig auch bei Meisterschaften individuell betreuen. Nur ein neues Gievenbecker Team wird es unter seiner Führung nicht mehr geben. „Es waren wunderbare Jahre. Aber ich weiß auch, wie lange es dauert, eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzubauen. Das werde ich mir nicht mehr antun.“

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