Schwimmen
SGS Münster beklagt mangelnde Planungssicherheit

Münster -

Zufriedenheit sieht ganz sicher anders aus. Obwohl die Freibäder wieder geöffnet sind, sehen sich Münsters Leistungsschwimmer nicht optimal aufgestellt. Die SGS Münster beklagt mangelnde Planungssicherheit fürs Training und suchte daher das Gespräch mit dem Sportamt der Stadt – bislang vergeblich.

Dienstag, 28.07.2020, 19:30 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 15:45 Uhr
Vor allem, aber nicht nur die Leistungssportler drängen auf Absprachen
Vor allem, aber nicht nur die Leistungssportler drängen auf Absprachen Foto: pl

Seit dem 20. Mai läuft die Freibad-Saison in Münster wieder einigermaßen geregelt, „weil sich die Badegäste vorbildlich an die Corona-Spielregeln halten“, wie es auf der Homepage der Stadt Münster heißt. Vorbildlich ist auch das Stichwort für die Schwimmer der SGS Münster, die sich in ihrem Be­streben, einen einigermaßen funktionierenden Trainingsbetrieb zu etablieren, allerdings etwas eingeschränkt sehen. Die Saisonplanung, so kritisierte ein SGS-Funktionär, bleibe hinter den Notwendigkeiten mit Blick auf die bevorstehenden nationalen Meisterschaften DM und Deutsche Jahrgangsmeisterschaften zurück.

„In Vorleistung getreten“

Wobei einerseits die zurzeit geltenden pandemiebedingten Einschränkungen verantwortlich, andererseits aber die Kooperation mit Sportamt und Bäderabteilung aus SGS-Sicht verbesserungswürdig seien. „Wir haben keine Planungssicherheit“, hieß es vonseiten der Startgemeinschaft Schwimmen bezogen auf künftige Trainingsmöglichkeiten.

Dabei waren die Sportler nach eigenen Angaben „in Vorleistung getreten“, hatten als „Fachschaft Schwimmen“, bestehend aus DLRG, Triathleten und SGS Kontakt mit dem Sportamt aufgenommen, um Trainings­zeiten abzustimmen.

Zeit bis zu Titelkämpfen drängt

Jetzt, da die Stadt zum 16. August die Coburg mit der 50-Meter-Bahn wieder komplett öffne, würden die Schwimmvereine auch auf die Hallenbäder verteilt. Zuvor hatten SGS und Mitstreiter in den Abendstunden an der Grevener Straße Trainingsmöglichkeiten. Nun sollten Kapazitäten in Wolbeck, Roxel und Hiltrup von den Sportlern genutzt werden, doch ein Bad nach dem anderen erwies sich als ungeeignet: „Das erste war geschlossen, das zweite hatte kein Wasser im Becken und das dritte soll eine neue Lüftungsanlage erhalten“, schilderte besagter Trainer. Der Wunsch nach einem „runden Tisch“ mit den Verantwortlichen blieb noch un­beantwortet. Doch die Zeit werde knapp: „Wir stellen ja keine Ansprüche, aber nach den Ferien wird es eng“, sagte der Coach und drängt auf Gespräche mit der Stadt. Die DM steht im Oktober auf dem Programm, die Jahrgangsmeisterschaften wurden in den Dezember gelegt. Die Leistungsschwimmer – und damit auch der Landesleistungsstützpunkt Münster – müssten derweil improvisieren, so der Vorwurf.

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