Fußball: Bezirksliga
Auch soziale Komponente zählt bei Trainersuche von GW Gelmer

Münster -

GW Gelmer sucht einen neuen Trainer und macht es sich dabei selbst nicht allzu einfach. Denn nicht nur das Fachliche muss stimmen. Hendrik Arenskötter, der am Dienstag zurücktrat, verkörperte auch eine soziale Komponente.

Mittwoch, 29.07.2020, 16:01 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 15:45 Uhr
Verlässt GW Gelmer (Ziel unbekannt): Issé Sander
Verlässt GW Gelmer (Ziel unbekannt): Issé Sander Foto: Rene Penno

Das attraktive und mit Stolz getragene „Alleinstellungsmerkmal“ der Grün-Weißen aus Gelmer ist unbestritten – erschwert mitunter jedoch die Arbeit. Die Fußballer sind felsenfest in der Dorfgemeinschaft verankert, sind so etwas wie ein soziales Bindeglied und zugleich identifikationsstiftende Komponente. Man „geht auf Grün-Weiß“, wenn die erste Mannschaft – seit dieser Saison Bezirksligist – im Heidestadion spielt. „Grün-Weiß hat ein Standing im Ort, das sich von vielen Vereinen anderswo unterscheidet“, weiß auch der Sportliche Leiter Paul Kuhsträter.

Und der muss nun, da Trainer Hendrik Arenskötter am Dienstag seinen Rücktritt mitgeteilt hat, bei der Suche nach einem Nachfolger genau diese Besonderheiten mit im Blick haben. Der Kandidatenkreis ist eingeschränkt um die „soziale Komponente“. Der neue Mann an der Seitenlinie sollte zu Grün-Weiß und zu Gelmer „passen“, wie Kuhsträter formuliert. Gespräche mit möglichen Trainer-Kandidaten seien in der Kürze der Zeit nicht geführt worden. Mannschaft wie Vorstand seien am Dienstag, zum offiziellen Trainingsauftakt, mit dem Rücktritt Arenskötters aus persönlichen, familiären und berufsbedingten Gründen konfrontiert werden. Gründe, die „absolut nachvollziehbar sind“, sagt Kuh­sträter. Der ist ein wenig in Zugzwang geraten, zumal auch der Kader – Issé Sander und Oliver Ritz hören beispielsweise auf – noch komplettiert werden muss.

Das Training übernimmt Co-Trainer Stefan Hutmacher interimsweise. So lange, bis die Grün-Weißen einen Arenskötter-Nachfolger gefunden haben. Doch das kann dauern. „Die meisten Anwärter sind ja längst bei anderen Vereinen unter Vertrag“, sagt Kuhsträter.

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