Handball: Oberliga Frauen
Westfalia holt sich Rüstzeug für den Ernstfall – inklusive Härtetest

Münster -

Noch traut Florian Ostendorf dem Braten nicht ganz, doch nach dem Oberliga-Aufstieg mit den Frauen von Westfalia Kinderhaus bereitet sich der Trainer mit seiner Truppe gezielt auf die großen Aufgaben vor. Dabei wird der Ligabetrieb im passenden Moment eins-zu-eins simuliert.

Samstag, 01.08.2020, 10:26 Uhr aktualisiert: 01.08.2020, 10:30 Uhr
Anna Klapdor
Anna Klapdor Foto: Jörg Riemenschneider

Teil eins der Vorbereitung ist absolviert, am Montag starten die Oberliga-Handballerinnen des SC Westfalia Kinderhaus in den zweiten Teil. „Bis jetzt läuft’s“, sagt Florian Ostendorf ein wenig emotionslos, zumindest angesichts des nun deutlich anziehenden Pensums seiner Frauen.

Der Coach weiß natürlich um das Fragile, das sich jederzeit ändern Könnende angesichts der Corona-Pandemie. „Es ist halt eine besondere Situation, auch für uns als Mannschaft. Wir dürfen nicht vergessen, was noch vor fünf Monaten war“, betont der Trainer den Blick auf das für ihn Wesentliche.

Dabei lässt er den auf die Oberliga – die vierthöchste deutsche Spielklasse – natürlich nicht außer Acht. Mehr Schnelligkeit, mehr Intensität, deutlich höhere Anforderungen an „handballspezifische Abläufe“, fordert er von seinem Kader, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Und der beginnt am 10. Oktober mit dem Meisterschaftsauftakt gegen Teutonia Riemke.

Zuvor wird sich Westfalia gemeinsam mit Eintracht Coesfeld und Vorwärts Wettringen einem besonderen Härtetest unterwerfen. In Hin- und Rückspielen zu ligaüblichen Anwurfzeiten soll die folgende Saison „im Wettkampfmodus“ simuliert werden. Zuvor wird viermal wöchentlich und zusätzlich an dem einen oder anderen Wochenende Teil zwei der Vorbereitung absolviert. „Das wird schon sehr intensiv“, warnt Ostendorf seine Spielerinnen vor.

Pause hinterlässt Spuren

Mitte August sind die ersten Testspiele angesetzt. „Bis zum Saisonstart ist noch viel Zeit, aber fünf Monate Pause hinterlassen auch ihre Spuren“, betont Ostendorf. Bis Mitte September soll seine Aufstiegsmannschaft nach dem pandemiebedingten Saisonabbruch wieder im Wettkampfmodus sein. Und bis dahin hat sich Ostendorf nach eigener Einschätzung auch mit der Oberliga-Konkurrenz genau befasst.

Trotzdem: „Wir sind immer noch in einer besonderen Situation. Das dürfen wir bei aller Fokussierung auf den Sport nicht vergessen. Da tut etwas Demut gut“, sagt Westfalias Trainer.

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