Basketball: 2. Liga Pro B
Der Findungsprozess bei den WWU Baskets läuft hochtourig

Münster -

Nach den ersten beiden Wochen harten Trainings erlebten die Basketballer der WWU Baskets eine Überraschung: Statt Intervall- oder Krafttraining luden Headcoach Philipp Kappenstein und Sportpsychologe Ole Kittner zum Teamtag.

Freitag, 28.08.2020, 16:12 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 16:44 Uhr
Der Findungsprozess der Baskets läuft – auch dank eines Teambuildings, das Sportpsychologe Ole Kittner (M.) mit den Schützlingen von Trainer Philipp Kappenstein (r.) durchgeführt hat.
Der Findungsprozess der Baskets läuft – auch dank eines Teambuildings, das Sportpsychologe Ole Kittner (M.) mit den Schützlingen von Trainer Philipp Kappenstein (r.) durchgeführt hat. Foto: Christina Pohler

Seit dem 10. August bereiten sich die WWU Baskets Münster auf die Saison vor. Drei Wochen lang hat Trainer Philipp Kappenstein seinem mit drei externen sowie drei Youngstern aus dem eigenen Nachwuchs umstrukturierten Kader auf die Finger geschaut – und ist von den ersten Eindrücken angetan. „Es läuft wirklich gut, bislang ist es eine super Vorbereitung“, sagt der 41-Jährige, der mit seiner Mannschaft früher als ein Großteil der Konkurrenz das Training aufgenommen hat.

Der Schweiß fließt in diesen Tagen reichlich beim Intervall- oder Krafttraining im Athletikraum und bei den Balleinheiten auf dem Feld, auf dem Kappenstein schon erste Fingerzeige erkannt hat, wie sich die Neuzugänge Oliver Pahnke, Thomas Reuter und Cosmo Grühn sportlich und menschlich einfügen. „Das hat sehr gut geklappt, es ist sogar positiver als erhofft. Die drei passen von den Positionen her ganz genau so, wie wir es uns gewünscht haben. Sie präsentieren sich mit einer sehr professionellen Einstellung, sind top austrainiert und haben sich gut eingelebt“, erklärt der Coach.

Die Baskets sind im Fluss, nicht nur unter den Körben. Auch abseits des Courts läuft der Findungsprozess auf Hochtouren. Es wird sich eine neue Hierarchie um die Alteingesessenen wie Kapitän Jan König, Andrej König, Kai Hänig oder Stefan Wess bilden, das Baskets-Gebilde ist noch längst nicht fertiggestellt. Zumal mit Marck Coffin – der Amerikaner soll nach seiner Vertragsverlängerung in Kürze in Münster ankommen und in der nächsten Woche ins Training einsteigen – noch eine Führungspersönlichkeit fehlt. „Der Konkurrenzkampf um die Plätze ist da, keine Frage. Aber das ist auch gut so“, sagt Kappenstein.

Die Chemie scheint zu stimmen bei dem Pro-B-Ligisten, der in der am 16. Oktober beginnenden Saison im Aufstiegsrennen ganz vorne mitmischen will. Ein Teambuilding mit Fußball-Profi Ole Kittner , der bis zum Sommer für den SC Preußen Münster spielte und als Zuschauer einige Partien der Baskets am Berg Fidel verfolgte, festigte diesen Eindruck. Sportpsychologe Kittner hatte verschiedene Wettkampfspiele konzipiert, um die Mannschaft weiter zur Einheit werden zu lassen. „Die Jungs sollten sich nicht nur als Basketballer, sondern auch als Personen mit anderen Stärken, anderen Facetten kennenlernen“, sagt der 32-Jährige. „Es war richtig intensiv, sie waren mit dem Kopf voll dabei. Sie sind eine sehr offene Mannschaft, die richtig Bock auf das Teambuilding hatte.“ Offenbar traf Kittner den Nerv der Korbjäger, ihr Fazit fiel durch die Bank positiv aus. „Das war eine coole Aktion. Für uns als Team war es wichtig, uns weiter zusammenzufinden“, meint Grühn.

Wie gut der Neuzugang aus Frankfurt und seine Kollegen sich schon verstehen, wird am Samstag das erste Testspiel zeigen. Beim Regionalligisten Hertener Löwen können sich Kappensteins Schützlinge präsentieren und den Findungsprozess vorantreiben – am besten im hohen Drehzahlbereich.

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