Beachvolleyball: DM in Timmendorfer Strand
Besondere Titelkämpfe für Behrens/Tillmann

Münster -

Kim Behrens und Cinja Tillmann sind bereit für die Deutschen Meisterschaften. Am Mittwoch reiste das Beachvolleyball-Duo nach Timmendorfer Strand, absolvierte ein erstes Training an der Ostsee und steigt nun ein in die ultimative Vorbereitung für das erste Spiel am Donnerstag. Und in dem wartet eine Olympiasiegerin auf die DM-Dritten des Vorjahres.

Mittwoch, 02.09.2020, 21:22 Uhr aktualisiert: 06.09.2020, 14:28 Uhr
Kim Behrens und Cinja Tillmann wollen nach Bronze im Vorjahr wieder weit nach vorne – trotz der besonderen Atmosphäre.
Kim Behrens und Cinja Tillmann wollen nach Bronze im Vorjahr wieder weit nach vorne – trotz der besonderen Atmosphäre. Foto: imago-images

Die Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand stehen als Abschluss der nationalen Saison für Sport, Spiel, Spannung – und ganz viel Stimmung auf den Rängen. 6000 Fans machen die Ahmann-Hager-Arena seit Jahren zu einer großen Partyzone. Jubel, Trubel, Heiterkeit, wie Comic-Star Bugs Bunny so schön zu sagen pflegt. 2020 ist alles anders, Corona lässt das deutsche Beachvolleyball-Mekka nahezu verstummen. Lediglich 200 Zuschauer sind auf dem Center Court zugelassen, die Partien auf den Nebenplätzen finden gänzlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Bitter. Nur gut, dass Kim Behrens und Cinja Tillmann schon bei der deutschen Beach-Liga sowie den Top-Turnieren in Düsseldorf und Hamburg erleben konnten, wie es sich ohne lautstarke Unterstützung von den Rängen spielt.

„Erstmal sind wir froh, dass in dieser Saison überhaupt gespielt wird und die Deutschen Meisterschaften stattfinden“, sagt Tillmann, die sich mittlerweile daran gewöhnt hat, ohne Zuschauer zu spielen. Da könnte es sich vielleicht „eher komisch anfühlen“, nun vor einer kleinen Schar von Beachvolleyball-Anhänger anzutreten.

Platz zwei in Hamburg

So viel zu den Rahmenbedingungen in Corona-Zeiten. Aus sportlicher Sicht gehen Behrens/Tillmann gut vorbereitet in die Titelkämpfe, die sie im Vorjahr als Dritte und damit als Bronzemedaillen-Gewinner abgeschlossen hatten. Bis Dienstag trainierte das Duo aus Münster in der Heimat, am Mittwochmorgen ging es über die A 1 hoch in den Norden. Mit im Gepäck haben sie nicht nur die guten Erinnerungen an Timmendorf, auch der fünfte Platz in Düsseldorf sowie die Endspielteilnahme in Hamburg verleihen Selbstvertrauen – verleiten aber nicht zu Übermut. „Wir sind ganz gut in Form und haben nichts zu verlieren. Wir wollen versuchen, unser Ding zu machen. Dann sehen wir, wofür das reicht. Die Saison war sicher für kein Team optimal, es war halt ein komisches Jahr“, sagt Tillmann, die mit ihrer noch 27 Jahre alten Partnerin auf der Zulassungsliste auf Rang fünf geführt wird.

Ändert sich die Liste – zuletzt kamen Melanie Gernert und Lena Ottens nach Verletzungen ihrer Partnerinnen zusammen – nicht mehr, wartet ein reizvolles Auftaktduell mit Olympiasiegerin Kira Walkenhorst, die mit Anna-Lena Grüne antritt. Tillmann/Behrens nehmen es, wie es kommt. Genau wie mit den atmosphärischen Verhältnissen am Strand von Timmendorf.

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