Fußball: Regionalliga
Preußen Münster will beim Wuppertaler SV den Traumstart vergolden

Münster -

Wohin geht die Reise des SC Preußen in dieser Regionalliga-Saison? Am Mittwoch erst mal nach Wuppertal. Dort gibt es ein Wiedersehen mit Marco Königs und Kevin Rodrigues Pires. Nach drei Siegen in Serie ist Münster längst nicht satt.

Dienstag, 22.09.2020, 16:13 Uhr aktualisiert: 23.09.2020, 09:54 Uhr
Der Mann für die Standards: Joshua Holtby
Der Mann für die Standards: Joshua Holtby Foto: Jürgen Peperhowe

Diese Nachricht kam spät – und überraschte so wirklich niemanden (mehr). „ Preußen Münster wird nicht zur 3. Liga in der aktuellen Spielzeit 2020/21 zugelassen und spielt als Drittliga-Absteiger in der Regionalliga“. Das Ständige neutrale Schiedsgericht hat die Klage des Traditionsclubs gegen den Deutschen Fußball-Bund endgültig abgewiesen. Mehrfach hatte der SCP seit dem coronabedingten Re-Start gegen die Fortführung der Saison und bei Niederlagen auch gegen Spielwertungen geklagt. Ohne Erfolg. Bleibt nur ein Weg: Münster muss die Rückkehr sportlich schaffen. Nach drei Siegen in Serie und dem Sprung auf Rang zwei geht es nahtlos weiter. Am Mittwoch führt die Reise ins Bergische Land nach Wuppertal. Anstoß ist um 19.30 Uhr.

Tageshotel? Nein, in Zeiten klammer Kassen besteigt der Preußen-Tross am Spieltag um 15.45 Uhr den Bus gen Autobahn 43. „Wir werden vor Ort noch noch etwas spazieren gehen, eine Kleinigkeit essen und dann zum Spiel fahren“, beschreibt Trainer Sascha Hildmann das Szenario in der englischen Woche.

Das Stadion am Zoo – es ist die Kultspielstätte des WSV in der Stadt mit der legendären Schwebebahn. Seit 1983 steht es unter Denkmalschutz. Hier wird Fußball-Tradition geatmet. „Ich habe dort schon viele Schlachten geschlagen – als Fußballer und Trainer“, verrät Hildmann. Auch gewonnen? Das lässt der 48-Jährige offen. Nur eine Anekdote gibt er preis. Jahre ist das her. Mit der Reserve des 1. FC Kaiserslautern gastierte er mal in Wuppertal – als Torwart-Ikone Gerry Ehrmann im fortgeschrittenen Alter noch mal aufs Feld musste. Den abfälligen Bemerkungen der Masse stellte er sich vor dem Gang zwischen die Pfosten in Tarzan-Manier entgegen. „Und dann holt er einen Freistoß aus dem Giebel raus“, erinnert sich Hildmann. „Unfassbar.“ Cooler Typ, dieser Titan aus der Pfalz.

Ähnlich cool sollten die Preußen bleiben. 13 Punkte wären „eine Sensation nach fünf Spielen“ für den Trainer. Der weiß: Mit jedem Zähler mehr wird sein Club interessanter für potenzielle Neuzugänge. Bis zum 5. Oktober ist Zeit, um den Kader noch zu erweitern. Sportdirektor Peter Niemeyer hat angekündigt, in dieser Woche nachzulegen. „Hat er?“, fragt Hildmann mit einem Schuss Rhetorik. Und freut sich einfach mal innerlich.

Personell lichtet sich der Nebel. Dennis Daube (Faserriss) kehrt zurück. Jules Schwadorf könnte nach seiner Zerrung des Schultergelenks wieder in die erste Elf rutschen. Am Samstag gegen Homberg schonte ihn Hildmann noch. Ein Fragzeichen steht hinter Lukas Frenkert (dickes Knie).

Definitiv ausfallen wird Niklas Heidemann nach seiner jüngst überflüssigen Ampelkarte. Wer ihn ersetzt? „Das weiß ich auch noch nicht“, so der Coach. Der taktisch an seiner Viererkette festhalten will. Eine Alternative könnte schon bald der Niederländer Ro­shon van Eijma sein. „Er ist bei 80 Prozent“, schätzt Hildmann. Seine Zeit wird kommen – die Saison ist verdammt lang.

 

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SC Preußen: Schulze Niehues – Langlitz, Scherder, Erdogan, Hoffmeier – Daube – Schauerte, Schwadorf, Holtby, Möbius – Grodowski

Liveticker ab 19 Uhr aus Wuppertal

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